Elbvororte (8. August 2024, Markus Krohn) · Sechs junge Sportlerinnen und ein Sportler aus den Elbvororten haben sich auf den Weg nach Paris bzw. Marseille gemacht, um vor Ort für ihr Land auf Medaillenjagd zu gehen:

Für Hanna Wille und Marla Bergmann war es das erste Mal, dass sie mit ihrem 49er FX antraten (die DorfStadt-Zeitung berichtete). Für die beiden Seglerinnen vom Mühlenberger Segel-Club (MSC) in Blankenese geht damit auf Anhieb ein Traum in Erfüllung, auch wenn sie diesmal nicht auf dem Treppchen stehen konnten. Umjubelt von ihren Familien, Freunden und Fans segelten die beiden vor Marseille in die Finalrunde der besten zehn Teams und belegten bei ihrer olympischen Premiere in der Skiff-Jolle den sechsten Platz. Jetzt konzentriert sich das seit frühester Kindheit befreundete Duo auf die Olympischen Spiele 2028 – und zahlreiche weitere Wettbewerbe.

Anders sieht es bei den Hokkey-Damen aus: Für Amelie Wortmann aus der Baumschul-Familie und die gebürtige Berlinerin Lena Micheel, die beide gerade erst vom UHC zum Großflottbeker Tennis-, Hockey- und Golf-Club (GTHGC) zurückgekehrt sind, ist es nach den Sommerspielen von Tokio 2021 schon die zweite Olympia-Teilnahme. Hinzu kommt Mannschaftskameradin Jette Fleschütz, die mit ihren 22 Jahren zu den jüngeren Olympioniken zählt und das erste Mal zu Olympischen Spielen reisen durfte. Am Montag scheiterten die DANAS im Penaltyschießen unglücklich im Viertelfinale – mal wieder – gegen Argentinien und scheiden aus dem Turnier aus.

Mathias „Tisi“ Müller vom Hamburger Polo-Club gehört mit 30 Jahren zu den erfahrensten Olympia-Teilnehmern in Paris. Der Abwehrspieler war bereits 2016 in Rio de Janeiro Teil der Herren Hockey-Olympiamannschaft. Er steht mit seiner Mannschaft am Donnerstag im Finale – eine Medaille ist ihm also sicher.

Golferin Esther Henseleit vom Hamburger Golf-Club Falkenstein ist erst seit heute auf dem Golfplatz in Paris. Auch für sie ist es das erste Mal, dass sie ihr Heimatland bei Olympia vertreten darf – 2021 verpasste sie die Qualifikation nur knapp. Jetzt, nach ersten Erfolgen als Profi und optimalen ganzjährigen Trainingsbedingungen in ihrer neuen Heimat Arizona hat die 25-Jährige als 54. der Weltrangliste (Stand: 22. Juli 2023) beste Aussichten auf eine Medaille bei Olympia in Paris.

Die Sportler und ihre teils mitgereisten Familien berichten begeistert von dem Olympischen Flair, den gut organisierten Feierlichkeiten und den optimalen Wettkampfbedingungen vor Ort. Besonders der freundschaftliche Austausch zwischen Sportlerinnen und Sportlern aus aller Welt prägt das Miteinander, auch wenn es am Ende natürlich darum geht, der beste oder die erfolgreichste Sportlerin zu sein.

Nach der Schlussfeier am Sonntag kehren die Athleten zurück nach Hamburg. Für viele von Ihnen steht dann ein verdienter Urlaub an.