Sülldorf (28. November 2025, PM) · Mit einem symbolischen Spatenstich in Sülldorf hat der Bauverein der Elbgemeinden (BVE) in diesem Herbst den offiziellen Startschuss für ein umfangreiches Infrastrukturprojekt gegeben: den Glasfaserausbau in seinen Wohnanlagen.
Rund 14.000 Wohnungen des genossenschaftlich organisierten Wohnungsunternehmens sollen in den kommenden Jahren an ein leistungsfähiges Glasfasernetz angeschlossen werden – direkt bis in die Wohnungen der Mitglieder. Die Fertigstellung ist bis 2028 vorgesehen.
Was dieses Vorhaben besonders macht: Der BVE baut das Netz nicht nur aus, sondern behält es auch in eigener Hand. Das Glasfasernetz wird Eigentum der Genossenschaft – also der Mitglieder selbst. Mit dieser Entscheidung unterscheidet sich das Projekt deutlich von vielen vergleichbaren Vorhaben in Hamburg und darüber hinaus, bei denen Telekommunikationsunternehmen eigene Netze errichten und betreiben.
„Für uns war von Anfang an klar: Wenn wir in digitale Infrastruktur investieren, dann tun wir das im Sinne unserer Mitglieder – dauerhaft, nachhaltig und unabhängig“, heißt es von Seiten des BVE. Als technischer Dienstleister ist das Unternehmen Tele Columbus (Marke PŸUR) mit Planung, Bau und späterem Betrieb beauftragt worden. Die Projektsteuerung erfolgt gemeinsam mit der TKI mbH, einem erfahrenen Spezialisten für Infrastrukturprojekte.
Der Ausbau erfolgt clusterweise – insgesamt 57 Bereiche in den Quartieren des BVE werden in den kommenden Jahren nach und nach erschlossen. Technisch kommt dabei die sogenannte FTTH-Technologie („Fibre to the Home“) zum Einsatz, bei der die Glasfaserleitung direkt bis in jede Wohnung reicht. Möglich sind dadurch Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s im Download – ein deutlicher Sprung im Vergleich zur bisherigen Versorgung.
Für den Hamburger Westen ist das Glasfaserprojekt des BVE ein sichtbares Beispiel dafür, wie genossenschaftlich organisierte Wohnungsunternehmen aktiv Zukunft gestalten. Die Entscheidung, die digitale Infrastruktur im eigenen Bestand selbst aufzubauen und dauerhaft zu betreiben, zeigt Mut zur Verantwortung und technisches Verständnis für die Anforderungen der kommenden Jahrzehnte.


