Altona (19. Januar 2026, PM) · Mit der Gründung des Expertenzentrums für Extremitätenrekonstruktion stärkt das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) seine führende Rolle in der Kinderorthopädie. Das neue Zentrum bündelt die Expertise verschiedener Fachrichtungen, um Kinder mit komplexen Fehlbildungen, Wachstumsstörungen oder Folgeschäden nach Unfällen oder Operationen bestmöglich zu versorgen.

Wir sehen Kinder, deren Arme oder Beine durch angeborene Fehlbildungen, Wachstumsstörungen oder Verletzungen stark beeinträchtigt sind“, erklärt Prof. Dr. Alexander S. Spiro, Leitender Oberarzt der Kinderorthopädie am AKK. „Diese Kinder brauchen individuell abgestimmte, oft sehr aufwendige Behandlungen – von der Planung bis zur Rehabilitation. Dafür schaffen wir mit dem neuen Zentrum eine strukturierte, interdisziplinäre Plattform.

Breites Behandlungsspektrum und höchste Komplexität

Das Spektrum reicht von einfachen Korrekturen von Beinachsen bis hin zu mehrstufigen Knochenrekonstruktionen und Verlängerungen. Auch bei seltenen angeborenen Fehlbildungen oder Wachstumsstörungen nach Infektionen oder Durchblutungsproblemen kann das interdisziplinäre Team helfen. Die Besonderheit: Am AKK arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten aus Kinderorthopädie, plastischer Chirurgie, Kinderchirurgie, Neurochirurgie, Radiologie, Kinderintensivmedizin und Kinderanästhesie eng zusammen. So kann jeder Fall individuell geplant und sicher umgesetzt werden. „Viele dieser Eingriffe sind hochkomplex und erfordern eine präzise Koordination. Dank unserer hervorragenden Infrastruktur – einschließlich einer modernen pädiatrischen Intensivstation für die perioperative Überwachung – können wir selbst schwierigste Operationen kompetent und erfolgreich durchführen“, so PD Dr. Kiril Mladenov, Leitender Arzt der Kinderorthopädie am AKK.

Erfolgsgeschichte aus dem neuen Expertenzentrum

Wie sehr das neue Zentrum betroffenen Familien helfen kann, zeigt der Fall des sechsjährigen Ibrahim aus Hamburg. Er wurde mit einem schweren Herzfehler geboren und musste in einem anderen Krankenhaus mehrfach am Herzen operiert werden. In der Folge entwickelte sich an einem Bein eine starke Fehlstellung: Die Wachstumsfuge war geschädigt, das Bein verdrehte sich zunehmend, Ibrahim konnte kaum noch laufen. Nach monatelanger Suche nach einem geeigneten Krankenhaus, wurde der Familie die Kinderorthopädie am AKK empfohlen.

Im Mai 2025 wurde Ibrahim im Altonaer Kinderkrankenhaus operiert – in einer komplexen, mehrstündigen Operation, bei der die Spezialistinnen und Spezialisten das Bein begradigten und mit einem externen Fixateur stabilisierten. Sechs Monate lang musste Ibrahim diesen Fixateur tragen. Nach mehreren Wochen mit Reha und physiotherapeutischer Nachbehandlung erfolgte dann in einer weiteren Operation die Entfernung des Fixateurs. Nun kann Ibrahim langsam anfangen, das Bein wieder selbstständig zu bewegen. „Wir sind überglücklich. Die Behandlung hier war großartig – ein tolles Team, das uns immer begleitet hat“, sagt sein Vater Hasan. „Hier arbeiten viele Experten Hand in Hand. Wir möchten anderen Eltern Mut machen, diesen Weg zu gehen. In diesem Expertenzentrum sind sie bestens aufgehoben.“ Alle Informationen zum Leistungsspektrum sowie zur Terminvereinbarung finden Sie hier.