Integration im Arbeitsmarkt: Zahnärzte als Taxifahrer? Ausstellung zeigt Alternativen

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Ein Ausschnitt aus der Ausstellung Ein Ausschnitt aus der Ausstellung Foto: PR

Altona/ELBVORORTE (25. September 2018, PM) · Sie kommen aus Syrien, Algerien oder Frankreich und sie sind der Beweis dafür, dass berufliche Integration in Hamburg funktionieren kann. Mit einer Foto-Ausstellung stellt das IQ Netzwerk Hamburg – NOBI der Handwerkskammer Hamburg zehn Frauen und Männer vor. Sie haben als Fachkräfte das Anerkennungsverfahren erfolgreich durchlaufen.

Wenn Zahnärzte als Taxifahrer oder Handwerksmeister als Küchenhilfen arbeiten, läuft etwas schief. In der Vergangenheit arbeiteten zugewanderte Fachkräfte in Deutschland oftmals in Aushilfsjobs. Ihre ausländischen Berufsabschlüsse wurden nicht anerkannt.
Mit dem Anerkennungsgesetz gibt es nun aber seit 2012 eine Alternative: Berufsabschlüsse, die im Ausland erworben wurden, können daraufhin überprüft werden, ob sie einem in Deutschland erworbenen Abschluss gleichwertig sind. Was bedeutet das Anerkennungsgesetz in der Praxis für die Menschen? Welche Erfahrungen haben sie in den letzten Jahren gemacht?

Die Ausstellung stellt Frauen und Männer vor, die das Anerkennungsverfahren in Hamburg erfolgreich durchlaufen haben. Beispiel Wessal Alkhali: In Damaskus führte die 37-jährige Zahntechnikerin ihr eigenes Dentallabor mit sechs Mitarbeitenden und floh Mitte 2014 vor dem Krieg in Syrien nach Hamburg. Nach einer Anpassungsqualifizierung und ihrer beruflichen Anerkennung arbeitet sie heute wieder als Fachkraft in Hamburg und macht aktuell ihren Abschluss zur Meisterin. Oder Danail Yankov: Der studierte Lehrer aus Bulgarien kam 2006 der Liebe wegen nach Hamburg. Hier arbeitete der heute 41-Jährige zunächst als freier Künstler. Nach einer Anpassungsqualifizierung für ausländische Lehrerinnen und Lehrer hat er heute an der Louise-Schroeder-Schule in Altona seine wahre Berufung gefunden.

Die Handwerkerin und der Lehrer sind zwei von zehn Erfolgsbeispielen, die in einer Ausstellung im Altonaer Rathaus vorgestellt werden. Sie zeigen, wie eine erfolgreiche berufliche Integration funktionieren kann. Auch sollen ihre Beispiele andere Zuwanderinnen und Zuwanderer ermutigen.

Ausstellung vom 24. September bis 18. Oktober 2018
im Altonaer Rathaus
Platz der Republik 1, 22765 Hamburg
zu den normalen Öffnungszeiten:
Mo., Di. und Mi. 8 – 17 Uhr, Do. 8 – 18 Uhr, Fr. 8 – 13 Uhr

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