Premiere im Circus Krone

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Elbvororte (1. Oktober 2018, Leserbrief) · Wir hatten das große Glück von Ihnen zwei Eintrittskarten zur Premiere des Krone-Auftritts auf dem Heiligen Geist Feld zu gelost zu bekommen. Nach sieben Jahren endlich wieder in Hamburg! Welch ein Glück! Nach Eintreffen wollte ich meine Karte noch der Sprachschülerin meiner Frau, eine eritreische Migrantin, abtreten. Nun sage ich voller Überzeugung, ein Glück für mich, dass diese aus Termingründen absagen musste und ich an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen durfte. Es machte mich froh und glücklich. Zirkus Krone, heute 113 Jahre alt, darf sich nach der Aufgabe des bisher Größten "Ringling Brothers", nun der größte Zirkus der Welt nennen.
Das Zirkuszelt war sehr gut besucht, es war angenehm warm. Was mich gleich zu Beginn äußerst beeindruckte war die große Anzahl an hilfsbereiten und freundlichen Mitarbeitern die uns zu den Plätzen geleiteten. Recht pünktlich nur wenige Minuten nach 19:30 Uhr ging es los.

Nie fehlen dürfen in einem guten Zirkus die vom Publikum geliebten Clowns, mit Ihnen ging es los, zur Höchstform liefen diese noch einmal gegen Ende der dreistündigen Veranstaltung auf. Eine beeindruckende Tanz- und Jongliertruppe, von mir liebevoll die "Kirgisen" genannt, zeigten größte Körperbeherrschung. Die Direktorin, Frau Jana Lacey-Krone führte uns eine große Anzahl von Rappen und Schimmeln in vollendeter Dressur vor, elegant.

Ihr Mann, brachte die Tiger und Löwendressur aus dem bekannten Zirkus von Monaco an die Elbe. Ich schätze, bis zu 25 dieser mir Schauer über den Rücken treibenden Raubtiere, waren gegen Ende der Vorführung im Manegenrund. Phantastisch!

Dann das überdimensionierte 8 Meter lange Motorrad unter dem Zeltdach in ständiger Rotation. Der kaum aus dem Krankenhaus entlassene Künstler war nach seinem früheren Absturz noch sichtlich beeinträchtigt und m.E. zu früh unterwegs uns seine lebensgefährlichen Vorführungen zu präsentieren. Ich habe weg geguckt, als hülfe ihm das. Und prompt sauste er bei seinen riskanten Vorführungen ins Fangnetz, unverletzt. Er konnte weitermachen.

Sehr witzig und schön anzusehen die Nummer der beiden Seelöwen, intelligente und liebenswürdige Tiere, die kaum ihren Dresseur benötigten. Ähnlich dem spannenden Auftritt der frei fliegenden Papageien und Kakadus, die mich zwangen bei ihren Rundflügen durch Zirkuszelt meinen Kopf einzuziehen und ich betete, dass sie hoffentlich über mir keine Bomben abwarfen.

Lamas zeigten sich kurz, ohne uns zu bespeien.

Auch ein riesiges Nashorn mit zwei angesägten Hörnern kam gravitätisch zur Begrüßung und ließ sich bestaunen. Es wurde bekanntgegeben, dass dieses ausgewachsene Tier niemand mehr interessierte und deshalb vom Zirkus Krone aufgenommen wurde.

Eine zwerchfellerschütternde Nummer legten zum Abschluss nun die Clowns hin. Allen Darbietenden sei sehr gedankt. Es war ein großes Vergnügen! Auch die vor dem Eingang protestierenden selbsternannten Tierschützer konnten das Vergnügen nicht einschränken. Wir sahen nur wohlgenährte, gepflegte Tiere und hatten nicht selten den Eindruck, es mache auch Ihnen Spaß. Zumindest glaube ich, dass Krone größten Wert auf eine tiergerechte Haltung legt. Das wird auch durch wöchentliche Besuche des Amtstierarztes garantiert. Also, genießen sie den phantastischen Zirkusbesuch!

Nochmals vielen Dank !

mit freundlichen Grüßen

Bert Hauschild
Skyscraper Thode