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Der Traum von Olympia am Hemmingstedter Weg

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Groß Flottbek (19.11.2013, Markus Krohn) · Der Traum von Olympia in Hamburg geht weiter – mit ein wenig Glück kann er sogar am Hemmingstedter Weg in Groß Flottbek wahr werden: Drei Vereine und der Bezirk sind sich grund­sätzlich einig darüber, dass die Sportanlage des THCC Rot-Gelb* modernisiert werden sollte. Vor allem wünschen sich die Beteiligten endlich Kunstrasenplätze für die Hockeyspieler aus Hamburgs Westen. Andere Sportler mit gleich hohem Leistungsniveau trainieren anderswo schon längst auf dem gelenkschonenden und pflegeleichten Material, das eine ganzjährige Nutzung ermöglicht. „Altona ist eine bundesweite Hochburg des Hockeysports. Die Regenerationszeiten von Rasen lassen nur geringe Spiel- und Trainingszeiten zu. Kunstrasenplätze sind daher unerlässlich, um den ganzjährigen Spielbetrieb der Vereine zu ermöglichen und sind ausschlaggebend für die Zukunft der Altonaer Sportlandschaft“ heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Bezirksfraktion.

Die Modernisierung der Anlage konnte jedoch bislang weder aus Bezirksmitteln noch aus Geldern der Hamburger Stadtkasse ermöglicht werden. Die neueste Idee: Der TC Vier Jahreszeiten e.V. (TCVJ) und der Tennis und Hockey Club Altona-Bahrenfeld e.V. (THC) geben ihre Sportstätten auf, sodass die Stadt die Grundstücke für Wohnungsbauprojekte verkaufen könnte. Das so gewonnene Kapital wollen die beiden Vereine gemeinsam mit dem Tennis- Hockey- und Criquetclub Rot-Gelb Hamburg e.V. (THCC Rot-Gelb)* am Hemmingstedter Weg in eine moderne Sportanlage mit Hockey-Kunstrasenplätzen, Tennisplätzen, einer Tennishalle, Fitnesscenter, attraktiven Umkleiden und ansprechender Gastronomie investieren. „Wir haben hier im Hamburger Westen excellenten sportlichen Nachwuchs, den wir optimal auf Wettkämpfe im In- und Ausland vorbereiten wollen. Das geht natürlich nur, wenn wir auch entsprechende Trainingsplätze haben.“ sagt Roger Gerhards, 1. Vorsitzender des THC Altona-Bahrenfeld. Die beiden vorhandenen Kunstrasenplätze reichen bei weitem nicht aus, bei mehreren hundert aktiven Spielern in den Vereinen.

Das sehen auch die Bezirksfraktionen im Altonaer Rathaus so. Seit Jahren ringen sie um eine Lösung für das Finanzierungsproblem. Zuerst sollte ein Teil der Sportflächen am Hemmingstedter Weg für Wohnungsbau das notwendige Geld bringen. Das scheiterte am Protest der Nachbarn, die ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Oelsnerischen Grüngürtels auf den Weg brachten und mit ihren Argumenten sowohl Sportvereine als auch Bezirkspolitiker überzeugten. Nun wurde im Oktober dieses Jahres ein Prüfauftrag auf den Weg gebracht, der möglichst schon vor dem Verkauf der Gelände klären soll, ob diese Idee überhaupt umsetzbar ist, denn es sind noch etliche Hürden zu nehmen. Die CDU-Bezirksfraktion hat im Augenblick die größten Bedenken, denn die Grundstücke müssten erst sowohl mit einem aufwändigen Bebauungsplanverfahren als auch mit der Überarbeitung des Flächennutzungsplans baurechtlich neu geordnet werden.

Dies würde bis zu 10 Jahre in Anspruch nehmen. „So lange kann die heutige Sportlergeneration aber nicht warten!“, sagt Dr. Bernd Hesselschwerdt, Sportpolitischer Sprecher der CDU Bezirksfraktion Altona.

„Natürlich ist uns klar, dass unsere Vision nicht so schnell umsetzbar ist, aber wir freuen uns, dass die Vorstände der beteiligten Vereine und die Fraktionen des Bezirks an einem Strang ziehen und die Dringlichkeit erkannt haben“, erklärt Roger Ger­hards gegenüber der DorfStadtZeitung. Jetzt warten die Verantwortlichen auf die Rückmeldung aus den Behörden der Hansestadt, die die Fragen aus dem Prüfauftrag beantworten soll. Mit der Antwort wird noch vor Weihnachten gerechnet, vielleicht Anfang Dezember.

„Das Wichtigste ist, dass die zu erwartenden Erlöse aus dem Verkauf der Grundstücke vollständig in die neuen Anlagen fließen können“, fordert Harm Clüver, Vorsitzender des TC Vier Jahreszeiten. 10 Millionen Euro sind im Gespräch. „Wir tun auch schon jetzt alles, um unseren Club zu revitalisieren“, ergänzt Clüver. Trotzdem verfolgt er die Idee des Supertrainingszentrums am Hemmingstedter Weg mit viel Elan. „Die Perspektive ist für unseren Verein einfach spannend. 10 Jahre wollen wir natürlich auch nicht warten, aber wir hoffen, dass die Pläne auch innerhalb von vielleicht 5 Jahren umsetzbar sind“. Auch Andreas Bernau, Sportpolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion ist da optimistischer als sein Kollege aus der CDU: „Wir haben B-Pläne auch schon innerhalb von zwei Jahren geschafft. Warum nicht auch hier?“

 

*In unserer Printausgabe haben wir versehentlich den THCC Rot-Weiß mit dem GTHGC, dem Großflottbeker Tennis-, Hockey- und Golf-Club e.V. verwechselt. Das Gelände am Hemmingstedter Weg gehört allerdings zum THCC Rot-Weiß, der GTHGC nutzt das Gelände allerdings auch für seine Mitglieder. Wir bitten, unser Versehen zu entschuldigen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 26 Februar 2015 18:16

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