Richtfest für das neue Besucher- und Informationszentrum im Museumshafen Oevelgönne am 16. Mai

  • Arbeiten am Neubau auf dem Schwimmponton gehen gut voran und liegen im Zeitplan
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Der künftige Besucherraum im künftigen Besucher- und Informationszentrum nimmt Formen an Der künftige Besucherraum im künftigen Besucher- und Informationszentrum nimmt Formen an Foto: PR/Museumshafen Oevelgönne
Ottensen (13. Mai 2024, PM) · Der Rohbau für das zukünftige Besucherzentrum im Museumshafen Oevelgönne steht. Auf der Baustelle im Harburger Binnenhafen feiern Handwerker und Handwerkerinnen, das Projektteam sowie Vereinsmitglieder am Donnerstag, 16. Mai 2024. Im Herbst 2024 soll der Schwimmponton mit dem Neubau in den Museumshafen Oevelgönne verlegt werden, wo das neue Besucherzentrum künftig über die ausgestellten Schiffe und die Arbeit des Vereins informieren wird.

Nach vielen Jahren der Vorbereitung für den Neubau des Besucher- und Informationszentrums im Museumshafen Oevelgönne war im vergangenen Januar endlich Baubeginn am Bauhof von HC HAGEMANN GmbH & Co. KG im Harburger Binnenhafen. Der Schwimmponton, auf dem das Haus errichtet wird, wurde bereits zuvor in einem ersten Bauabschnitt auf einer Lauenburger Schiffswerft ertüchtigt und vor Weihnachten 2023 zum Bauplatz nach Harburg verholt, der die notwendige Infrastruktur bietet. Voraussichtlich im Herbst 2024 wird ein Schlepper den Ponton mit Neubau von Harburg an seinen festen Bestimmungsort im Museumshafen verlegen. Das künftige Besucherzentrum wird dann an der Innenseite des Fähranlegers Neumühlen als ein sogenannter „Lieger“ vertäut werden. Als Hafenlieger bezeichnete man früher im Hamburger Hafen schwimmende Häuser, die als Werkstätten, Lager- und Kontorräume von Hafenbetrieben genutzt wurden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Arbeiten am Besucher- und Informationszentrum gehen zügig voran und das neue Herzstück des Museumshafens nimmt Gestalt an. Der Museumshafen wird schon bald neben den besonderen, teils denkmalgeschützten, Schiffen um ein Highlight reicher sein. Das von gmp-Architekten entworfene schwimmende Haus greift die Funktion der traditionellen Lieger auf und wird als zentraler Anlaufpunkt für Museumshafenbesucherinnen und -besucher und ehrenamtliche Schiffsbesatzungen den Museumshafen noch attraktiver machen. Ich gratuliere allen Beteiligten zum Richtfest, danke für das große Engagement und die hervorragende Arbeit aller Gewerke und freue mich auf das fertige Ergebnis.“ 

Seit Januar 2024 haben die beiden Hauptgewerke Stahlbau und Zimmerei den Rohbau nach einem Entwurf von gmp-Architekten errichtet. Das Stahlständerwerk wurde nach genauester Vorplanung von HC HAGEMANN GmbH & Co. KG innerhalb von nur zwei Wochen wie aus dem Baukasten aufgestellt. Seitdem werden von der Zimmerleute-Kollektiv GmbH, die Böden, Wände und Decken aus einer Holzkonstruktion errichtet. Die Ausführungsplanung und Bauleitung macht das Büro PlanWerk° Architektur & Energieberatung Wickersheim Mannsfeld PartG mbH. „Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, die Dinge, die von vielen Menschen über Jahre geplant und vorbereitet wurden, endlich Wirklichkeit werden zu sehen! Nun können wir Räume betreten, die wir jahrelang von Papier und aus Modellen kannten, aber Realität ist viel schöner als Virtualität“, sagte Björn Nicolaisen, Geschäftsführer des Museumshafen Oevelgönne e.V.

Ab Herbst 2024 will der Verein Museumshafen Oevelgönne e.V. auf dem Ponton in der Mitte seines Hafens das schwimmende Haus als zentralen Anlaufpunkt für alle Museumshafenbesucherinnen und -besucher und ehrenamtliche Schiffsbesatzungen in Betrieb nehmen. Das neue Besucherzentrum soll täglich über die in Oevelgönne beheimateten Schiffstypen und die Arbeit des Vereins informieren und einen 360°-Rundumblick auf alle Schiffe des Museumshafens und den modernen Hamburger Hafen bieten. Der Neubau wird den Oevelgönner Standort für alle Hamburgerinnen und Hamburger sowie Touristinnen und Touristen noch attraktiver machen und den Museumshafen als ein wichtiges maritim-kulturelles Zentrum mit allen anderen maritimen Einrichtungen der Stadt verbinden. Die Räume sollen darüber hinaus für Fortbildungen, Versammlungen, Vorträge und Abendveranstaltungen zur Verfügung stehen und dem Museumshafen die seit langer Zeit fehlende Infrastruktur geben.

Die Gesamtkosten in Höhe von rund 2 Millionen Euro für das Besucher- und Informationszentrum stammen aus dem Sanierungsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft, aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Haushalt der Kulturbehörde und aus privaten Spenden, die der Museumshafen Oevelgönne e.V. als Eigenmittel für das Projekt sammeln konnte und weiterhin gerne entgegennimmt.

Letzte Änderung am Montag, 13 Mai 2024 17:21

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