In der Deutschen Meisterschaft im Handwerk (German Craft Skills) haben sich 37 junge Frauen und 40 junge Männer mit ihren außerordentlichen handwerklichen Fähigkeiten in 39 Gewerken als beste Lehrlinge Hamburgs durchgesetzt. Zwei von ihnen haben ihre Ausbildung im Hamburger Westen abgeschlossen: Segelmacher Yoram Werwitzke (Clownsails, Sülldorf) wurde 1. Landessieger und Malina Regdosz (Dirala Blankeneser Werkstätten, Blankenese) 3. Landessiegerin. Ronja Bowe (Hotel Louis C. Jacob, Nienstedten) schloss ihre Ausbildung zur Köchin als Jahrgangsbeste ab.

Wir freuen uns riesig mit Ronja! Sie hat bewiesen, dass harte Arbeit und Talent der Schlüssel zum Erfolg sind“, sagt Judith Fuchs-Eckhoff, Direktorin des Hotel Louis C. Jacob. „Und natürlich freuen wir uns auch für Thomas Martin und Gjergj Ameti, die das Jacob Restaurant leiten und sich mit viel Herzblut für unsere Azubis einsetzen und einen sehr professionellen Rahmen für die Ausbildung geben.“

Ronja Bowe hat mit 97 von 100 Punkten als jahrgangsbester Prüfling die Ausbildung zur Köchin abgeschlossen. Ihrem Ausbildungsbetrieb, dem Hotel Louis C. Jacob, will sie erhalten bleiben: Künftig verstärkt sie das Jacob-Team als „Commis de Cuisine“.

Bowe schrieb sich nach ihrem Abitur und einer Zeit in der Gastronomie zunächst für ein Studium im Bereich Umwelttechnik ein – merkte aber bald, dass ihr Herz doch fürs Kochen schlug. Am liebsten Pasta in allen Variationen. Was sie im Restaurant an der Elbchaussee nicht kochen kann, holt sie in ihrer Freizeit nach. Dann nämlich trifft sie sich oft mit Kolleginnen und Kollegen zum gemeinsamen Kochen.

Noch einer der erfolgreichsten Ausbilder der Elbvororte sitzt an der Elbchaussee: Diego Dirala. In seiner Inneneinrichter-Werkstatt haben sich zahlreiche Auszeichnungen angesammelt, denn seine Auszubildenden gehören regelmäßig zu denjenigen, die Preise bei den Handwerks-Meisterschaften abstauben – dabei waren immer wieder Landessieger aber auch Bundessieger. Viele von ihnen gehen kurz nach ihrer Lehre, die sie mit dem Gesellenbrief abschließen gleich in die Meisterschule. Seine Auszubildenden kommen von überall her, denn die Qualität seiner Ausbildung hat sich offenbar herumgesprochen. „Ich kann mir die Auszubildenden aussuchen“, sagt Dirala. Doch zunächst lädt er die Jugendlichen zu einem Praktikum ein, damit sich Betrieb und künftiger Auszubildender ausführlich beschnuppern können – ein Erfolgsmodell.

Über ein Praktikum kam auch Segelmacher Yoram Werwitzke an seinen Ausbildungsplatz. Nach zwei Wochen bekam er bereits seinen Ausbildungsvertrag – und wurde jetzt sogar nach Berlin zur Bundessiegerehrung eingeladen! Für Werwitzke gibt es nichts Besseres, als gemeinsam mit den Kunden Segelerfahrungen auszutauschen – und natürlich Segel, Ausreitgurte, Persenninge und vieles mehr herzustellen oder zu reparieren. Dabei kommt ihm seine eigene Segelleidenschaft zugute. 

Die Ausbilder stellen fest, dass es durchaus motivierte und engagierte junge Menschen gibt, die noch für ihren Beruf brennen und gerne mit Kunden zusammenarbeiten. „Wer seinen Job gerne macht, hat mehr vom Leben“, sagt Julius Raithel, Inhaber von Clownsails. Und das merkt man den jungen Gesellen an!