Seit ein paar Tagen ist das Online-Voting freigeschaltet. Bis zum 25. Oktober 2026 können alle Hamburger abstimmen, wer den begehrten Titel „Handwerker des Jahres 2026" und „Handwerksbetrieb des Jahres 2026" tragen darf. Hamburger Sparkasse und Handwerkskammer Hamburg vergeben die Auszeichnung jedes Jahr gemeinsam – eine Jury aus Vertretern der beiden Initiatoren hatte zuvor die Endrunde festgelegt.
In der Kategorie der Handwerker stehen diesmal drei sehr unterschiedliche Könner zur Wahl. Da ist zum einen das Geigenbaumeister-Duo Andreas Hampel und Susanne Riebesehl aus Osdorf, dessen Werkstatt in Ottensen in der Bahrenfelder Straße 15 zu finden ist. Seit über dreißig Jahren baut, repariert und vermittelt das Paar Geigen, Bratschen und Celli für den anspruchsvollen Musiker – ein Handwerk, in dem es auf Zehntelmillimeter und den richtigen Klang ankommt.
Ihnen gegenüber steht ein Etuimacher, der sich auf die filigranen Behältnisse für hochwertige Instrumente spezialisiert hat, sowie ein Stuckateur-Meister, der sich um Fassaden, Decken und Zierprofile kümmert – jene Arbeiten also, bei denen aus Gips und Kalk wieder sichtbare Handwerkskunst wird.
Bei den Betrieben wird es nicht weniger spannend: Eine Werkstatt für Kostümanfertigungen, eine Tischlerei und ein Spezialbetrieb für Sanitär-, Bauklempner- und Dachdeckerei konkurrieren um den Titel. Zu den Nominierten, die in den Elbvororten unterwegs sind, zählt die Tischlerei Steineker & Krall ebenso wie das Haus Hüte und Kostüme aus der Arnulfstraße, hinter dem Volkmar Deutschmann und Thorsten Schön stehen. Auch Isabel Matthiessen von der D.H.W. Schultz & Sohn GmbH und der Stuckateur-Meisterbetrieb O. Werner & Söhne in der Bahrenfelder Straße 19, geführt von Inhaber Mike Hecker, mischen kräftig mit.
Das Handwerk in den Elbvororten hat Tradition, das zeigt auch ein Blick zurück. Sabine Körner-Fledel von der Bäckerei Körner in Blankenese wurde 2022 als Handwerkerin des Jahres ausgezeichnet – damals unter ihrem Namen Sabine Möller. Wer heute in Blankenese Brötchen und Brot kauft, steht also bei einer Preisträgerin am Tresen.
„Haspa und Handwerkskammer freuen sich auf eine rege Wahlbeteiligung", heißt es in der Ankündigung des Votings. Die feierliche Preisverleihung findet am 23. November 2026 im Großen Saal der Handwerkskammer Hamburg statt. Dort wird sich zeigen, ob die Stimmen aus den Elbvororten reichen, um den Titel wieder in den Westen der Stadt zu holen.
Alle Informationen zu den Nominierten und zu den Preisträgern der vergangenen Jahre stehen auf der Website des Hamburger Handwerkspreises.




















