Zunehmende Nachverdichtung fordert gute Strategien, die in den großen zusammenhängenden öffentlichen Grünräumen besonders wirksam umgesetzt werden können. Die geforderten Maßnahmen sind auch im Kontext des kürzlich veröffentlichten Klimaanpassungskonzeptes „Cool Altona“ zu verstehen. Durch klimaangepasste, extensivere Pflege können sich mittelfristig auch Kosteneinsparungen ergeben. „Starkregen, Hitze und das Artensterben machen auch vor Altonas Grünflächen nicht halt. Bestehende Pflegepläne sind zum Teil Jahrzehnte alt und nicht mehr zeitgemäß. Deshalb müssen wir die Pflege unserer öffentlichen Grünflächen konsequent und kurzfristig anpassen.“, meint Natalia Werdung, Grünpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Altona.

Christof von Borries, Grünpolitischer Sprecher der Volt Fraktion ergänzt: „Die Veränderung des Klimas verlangt neue Antworten – auch vor unserer Haustür. Mit dem Westerpark als Pilotprojekt wollen wir nicht nur ökologische Grünflächenpflege neu denken, sondern konkrete Erfahrungen sammeln und daraus Lösungen entwickeln, die später im ganzen Bezirk Anwendung finden können. Altona kann hier Vorreiter für eine moderne Stadtbegrünung werden.

Der Antrag sieht vor, die bestehenden Pflegekonzepte für den Westerpark zu überprüfen und gezielt weiterzuentwickeln. Dabei soll untersucht werden, in welchen Bereichen extensive Pflegeformen möglich sind, wie spontane Vegetationsstrukturen wie Weidenaufwuchs oder Brombeerhecken als wertvolle Lebensräume erhalten werden können und ob geeignete Rasenflächen in artenreiche Naturräume umgewandelt werden können.

Darüber hinaus sollen ab 2027 zwei weitere Grünflächen im Bezirk als Pilotprojekte ausgewählt werden. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen in die Entwicklung einer bezirklichen Richtlinie für ökologische und klimaangepasste Grünflächenpflege einfließen. Ziel ist es, erfolgreiche Maßnahmen schrittweise auf weitere öffentliche Grünanlagen zu übertragen. Christo von Berries erhofft sich dadurch Grünflächen, die nicht nur ordentlich aussehen, sondern ökologisch wertvoll und klimaresilient sind.