An der Stadtteilschule Rissen beteiligt sich der Textilkurs des 5. Jahrgangs vom 7. bis 30. September 2026 am Textil Cup. Dahinter steht die Initiative Das macht Schule, die Kinder und Jugendliche für Nachhaltigkeit, Wiederverwendung und einen bewussteren Umgang mit Kleidung sensibilisieren will. Für die Schule ist die Teilnahme mehr als ein Wettbewerb: Sie verbindet Unterricht mit praktischem Handeln und holt ein globales Thema direkt in den Alltag des Stadtteils.

Gesammelt werden im Aktionszeitraum nicht nur gut erhaltene Kleidungsstücke, sondern auch beschädigte Textilien sowie Bettwäsche, Laken und Handtücher. Die Spenden können direkt in der Schule abgegeben werden. Für Menschen, die in fußläufiger Entfernung wohnen, wird nach vorheriger Absprache sogar eine Abholung angeboten. Damit setzt das Projekt bewusst auf niedrige Hürden - und auf die Bereitschaft vieler Haushalte, aussortierte Stoffe nicht vorschnell wegzuwerfen.

Der Ansatz ist so einfach wie wirksam: Was in vielen Schränken ungenutzt liegt, soll nicht im Restmüll landen, sondern im besten Fall weiterverwendet oder sinnvoll verwertet werden. Nach Angaben der Organisatoren sammeln Schulen mehrere Wochen lang Alttextilien und verbinden die Aktion mit Bildungsarbeit zu Themen wie Fast Fashion, Konsumverhalten, Recycling und Upcycling. So wird aus einer Sammelaktion zugleich ein Lernprojekt mit ökologischem Anspruch.

Dass Schulen als Orte der Umweltbildung an Bedeutung gewinnen, zeigt auch der Blick auf Hamburg insgesamt. In der Stadt werden zahlreiche Bildungsprojekte gefördert, die nachhaltiges Handeln im Schulalltag verankern sollen. Der Textil Cup passt damit in eine Entwicklung, bei der Umweltbewusstsein nicht nur im Lehrbuch behandelt, sondern konkret eingeübt wird - mit direktem Bezug zum eigenen Konsum und zu den Ressourcen des Alltags.

Für die Schüler des 5. Jahrgangs bedeutet das auch Verantwortung. Sie werben für die Aktion, sammeln Spenden und machen deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht erst bei politischen Debatten beginnt, sondern bereits bei der Frage, was mit einem alten T-Shirt, einem Laken oder einem Handtuch passiert. Gerade darin liegt die Stärke des Projekts: Es übersetzt ein großes Zukunftsthema in eine konkrete Handlung, an der sich Familien, Nachbarn und Unterstützer unmittelbar beteiligen können.

Für Rissen ist die Aktion deshalb auch ein Test für den Gemeinsinn im Stadtteil. Je mehr Menschen mitmachen, desto größer ist nicht nur der praktische Nutzen für die Sammlung, sondern auch das Signal, das davon ausgeht: Nachhaltigkeit lebt dort am stärksten, wo viele bereit sind, kleine Beiträge zu leisten. Die Stadtteilschule Rissen macht daraus im September ein öffentliches Projekt - und fordert den Stadtteil auf, mitzumachen. Noch bis zum 30. September sammeln die Schülerinnen und Schüler. Wer Altkleider für eine Abholung anmelden will, kann die Aktions-Website anklicken.