Bezirk Altona (2. Februar 2026, Konrad Matzen) · Mit dem Weltkrebstag am 4. Februar fällt in Hamburg der Startschuss für die HPV-Aktionswochen 2026. Bis zum 4. März, dem internationalen HPV Awareness Day, informieren zahlreiche Akteure unter dem Motto „Hamburg klärt auf – Gemeinsam gegen HPV“ über das Humane Papillomavirus und die Möglichkeiten, sich wirksam vor HPV-bedingten Krebserkrankungen zu schützen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf niedrigschwelligen Impfangeboten – unter anderem im Bezirk Altona.

Auch das Gesundheitsamt Altona beteiligt sich aktiv an den Aktionswochen. Am 4. Februar 2026 können sich Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 17 Jahren in der Behringstraße 122 (6. Stock) zwischen 15 und 18 Uhr gegen HPV impfen lassen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, wird jedoch empfohlen, um Wartezeiten zu verkürzen. Die Impfung erfolgt kostenfrei, der gelbe Impfpass sowie die Begleitung durch eine sorgeberechtigte Person sind Voraussetzung.

Mit dem offenen Impfangebot will der Bezirk gezielt Eltern und Jugendliche erreichen, die bislang noch keinen Zugang zur HPV-Impfung gefunden haben. „Gerade wohnortnahe und unkomplizierte Angebote sind entscheidend, um Hemmschwellen abzubauen“, heißt es aus dem Umfeld der beteiligten Behörden.

Warum HPV-Prävention so wichtig ist

Humane Papillomviren gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Viren. Fast alle Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal. Während viele Infektionen folgenlos bleiben, können bestimmte HPV-Typen Jahre später Krebs verursachen – darunter Gebärmutterhals-, Anal-, Penis-, Vulva-, Vaginal- sowie Mund-Rachen-Krebs.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren, idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt. Die Impfung gilt als sicher und hochwirksam. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer betont zum Auftakt der Aktionswochen: „Fast jede 20. Krebserkrankung entsteht durch eine Infektion mit HPV-Viren – und das muss nicht sein. Die HPV-Impfung bietet einen sehr guten Schutz.

Auch aus medizinischer Sicht ist die Botschaft eindeutig. Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Leiter des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCC), verweist auf das große präventive Potenzial: Die Impfung könne mehrere Krebsarten verhindern, wenn sie frühzeitig erfolgt.

Unterstützt werden die Aktionswochen unter anderem von der DAK-Gesundheit, die die Kosten der HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre als Regelleistung übernimmt. Darüber hinaus empfiehlt sie die Impfung auch für junge Erwachsene bis 26 Jahre.

Neben den Impfaktionen setzen die Beteiligten auf umfassende Öffentlichkeitsarbeit: Plakate, Fahrgast-TV, Social-Media-Kampagnen sowie Informationsangebote in Schulen, Arztpraxen und Kliniken sollen Wissen vermitteln und zum Handeln motivieren.

Den Abschluss bildet am 4. März 2026 ein HPV-Aktionstag am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit Vorträgen, Beratungsangeboten und Impfungen.