Rissen (18. Juni 2026, PM) · Anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni ruft das Asklepios Westklinikum zu einem gesellschaftlichen Umdenken im Umgang mit Suchterkrankungen auf. In Deutschland gelten circa 1,6 Millionen Menschen als alkohol-, und weitere 1,8 Millionen als medikamentenabhängig. Nur ein Bruchteil der Betroffenen nimmt professionelle Hilfe in Anspruch, oft aus Angst vor Ausgrenzung. 

Noch immer werden Menschen mit einer Suchterkrankung häufig als willensschwach oder selbst verantwortlich für ihre Situation angesehen. Dabei handelt es sich bei einer Abhängigkeit um eine chronische Erkrankung, die jeden Menschen treffen kann, unabhängig von Alter, Herkunft, Bildungsstand oder sozialem Umfeld.“, betont Dr. Ulf Künstler, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Westklinikum. „Wer an einer Abhängigkeitserkrankung leidet, braucht medizinische und psychotherapeutische Hilfe. Scham und Angst hindern viele Betroffene daran, sich rechtzeitig Unterstützung zu suchen.", so Dr. Künstler weiter.

Was hilft sind Aufklärung und Entstigmatisierung. Suchterkrankungen sind behandelbar. Moderne Therapiekonzepte kombinieren medikamentöse Unterstützung, Psychotherapie und soziale Begleitung. Entscheidend ist jedoch, dass Betroffene frühzeitig den Weg in die Behandlung finden. Offene Gespräche im engsten Umfeld können ein wichtiger erster Schritt sein. 

Die suchtmedizinische Behandlungseinheit in Rissen hat einen Schwerpunkt in der Behandlung von Menschen mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit. Hier werden die Patient:innen im Rahmen einer Qualifizierten Entzugsbehandlung therapiert. Auch nach dem stationären Aufenthalt stehen den Betroffenen verschiedene Möglichkeiten der ambulanten Weiterbehandlung offen. Beispielsweise im Rahmen von Nachsorgegruppen, Frauengruppen oder Yogatherapie. So wird eine kontinuierliche Begleitung auf dem Weg in ein suchtfreies Leben ermöglicht.

Menschen, die sich Sorgen um ihren eigenen Konsum oder den eines Angehörigen machen, müssen diesen Weg nicht allein gehen. Neben den spezialisierten Behandlungsangeboten wie dem im Asklepios Westklinikum stehen bundesweit Suchtberatungsstellen, psychosoziale Beratungsangebote, Hausärztinnen und Hausärzte sowie Selbsthilfegruppen als erste Anlaufstellen zur Verfügung.

 

Gut für Hamburg

Neben dem Asklepios Westklinikum behandeln auch die Asklepios Klinik Harburg und die Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll Suchterkrankungen. Das Asklepios Westklinikum gehört zu den sieben Kliniken, davon vier Krankenhäuser der Maximalversorgung, die Asklepios in Hamburg betreibt. Dazu kommen vielfältige ambulante fachärztliche und therapeutische Angebote in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen sowie Therapiezentren. Bereits seit mehr als 20 Jahren ist Asklepios ein verlässlicher Partner im Hamburger Gesundheitswesen und versorgt rund die Hälfte aller Krankenhauspatient:innen in der Hansestadt. Die intensive Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus 28 medizinischen Disziplinen in standortübergreifenden Fachgruppen und interdisziplinären Netzwerken sichert eine besonders hohe Behandlungsqualität. Gemeinsam sorgen die unterschiedlich spezialisierten Expert:innen im Team für eine flächendeckende Spitzenmedizin für alle.