Frau Samandar, wie erleben Sie die Sicherheitslage in den Elbvororten?
Sehr positiv. Wir sehen seit Jahren rückläufige Fallzahlen in vielen Bereichen. Besonders erfreulich ist der Rückgang bei Wohnungseinbrüchen. Hamburg steht im Langzeitvergleich gut da – das gilt auch für unsere Stadtteile.Warum empfinden Menschen Einbrüche als besonders belastend?
Ein Einbruch greift tief in die Privatsphäre ein. Es ist nicht nur der materielle Schaden, sondern auch das Gefühl, dass jemand Fremdes ins eigene Zuhause gelangt ist. Dieses Sicherheitsgefühl wiederherzustellen, ist uns sehr wichtig.Welche Themen beschäftigen die Bevölkerung aktuell besonders?
Graffiti am Bahnhof Blankenese oder Verunreinigungen am Bahnhof Rissen. Solche Vorfälle erscheinen klein, beeinflussen aber das subjektive Sicherheitsempfinden stark.Warum sinken die Zahlen beim Wohnungseinbruch?
Zum einen dank verbesserter Sicherheitstechnik – über die Hälfte der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken. Zum anderen durch intensive Präventionsarbeit, von individueller Beratung bis Kooperationen mit lokalen Partnern.Welche Rolle spielen die Stadtteilpolizistinnen und -polizisten?
Eine sehr große. Sie sind sichtbar, führen Gespräche und kennen die Menschen vor Ort. Das schafft Vertrauen und liefert viele Hinweise aus erster Hand.Was tun Sie konkret in Sachen Prävention?
Wir informieren an Infoständen, beraten zu Einbruchschutz, klären über Betrugsmaschen auf und werden vom Landeskriminalamt unterstützt. Besonders wichtig ist der Schutz älterer Menschen vor Trickbetrug.
Wie erreichen Sie die Jüngeren?
Über Social Media – unser Angebot ist niedrigschwellig, kreativ und humorvoll. Viele nutzen auch WhatsApp.
Wie arbeiten Sie mit lokalen Akteuren zusammen?
Sehr eng – Schulen, soziale Einrichtungen, Bezirksamt, Stadtteilinitiativen. Sicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt.
Was wünschen Sie sich von den Bürgerinnen und Bürgern?
Wachsamkeit und Vertrauen. Wenn etwas verdächtig ist, lieber einmal zu viel den Notruf wählen. Hinweise aus der Bevölkerung sind unverzichtbar.
Frau Samandar, vielen Dank für das Gespräch.
