Seit 1955 zeichnet die World Press Photo Foundation jedes Jahr die besten internationalen Pressefotografien des jeweiligen Vorjahres mit dem World Press Photo Award aus. Die prämierten Fotografien aus allen Regionen der Welt, sind in einer Wanderausstellung zu sehen, die in mehr als 80 Städten in über 40 Ländern Station macht und in den vergangenen Jahren auf der ganzen Welt von über einer Million Menschen besucht wurde. In Hamburg wird die World Press Photo-Ausstellung seit mehr als 25 Jahren von den Magazinen GEO und stern präsentiert. In diesem Jahr ist die Ausstellung vom 22. Mai bis zum 15. Juni zum fünften Mal im Altonaer Museum zu sehen.

Die Arbeiten der diesjährigen World Press Photo-Ausstellung zeichnen ein vielschichtiges Bild der Gegenwart: Sie führen eindrücklich vor Augen, wie eng globale Krisen, politische Umbrüche und persönliche Schicksale miteinander verwoben sind – und zeigen zugleich die Kraft von Menschen, diesen Herausforderungen mit Mut, Würde und Kreativität zu begegnen. Ein besonderer Fokus liegt auch in diesem Jahr wieder auf den Auswirkungen bewaffneter Konflikte und deren langfristigen Folgen für Zivilgesellschaften. Bildserien aus der Ukraine und dem Nahen Osten dokumentieren nicht nur die unmittelbare Gewalt, sondern auch den Alltag zwischen Zerstörung und Hoffnung – etwa das Leben von Familien im Exil oder den Versuch, unter extremen Bedingungen Normalität zu bewahren.

Die insgesamt 42 Preisträgerinnen und Preisträger des World Press Photo Award bestehen aus drei Gewinnerinnen und Gewinnern in den Kategorien Einzelbild und Story sowie einem ausgezeichneten Langzeit-Projekt aus den Regionen Afrika, Asien und Ozeanien, Europa, Nord- und Mittelamerika, Südamerika sowie West-, Zentral und Südasien. Die in diesem Jahr prämierten Arbeiten wurden unter 57.376 Einsendungen von 3.747 Fotografinnen und Fotografen aus 141 Ländern ausgewählt. Unter den in diesem Jahr ausgezeichneten Projekten sind auch die in der Rubrik „Africa – Stories“ ausgezeichneten Arbeiten von Chantal Pinzi, die den erst seit wenigen Jahren möglichen Einsatz von Frauen bei den Darbietungen einer marokkanischen Reittradition dokumentieren, sowie das in der Rubrik „Europe – Singles“ prämierte Foto der Cottbusser Dokumentarfotografin Paula Hornickel, das den Einsatz von Robotern in einem Pflegeheim in Albershausen (Baden Württemberg) thematisiert. Die beiden Fotografinnen werden bei der Pressekonferenz zur Ausstellung im Altonaer Museum anwesend sein über ihre Arbeit berichten.

Das diesjährige World Press Photo of the Year der US-amerikanischen Fotojournalistin Carol Guzy, das für den Miami Herald entstanden ist, stammt aus der Serie „ICE-Festnahmen vor einem New Yorker Gericht“ und zeigt eine ecuadorianische Frau und ihre Töchter, nach dem ihr Ehemann nach einer Anhörung vor dem Einwanderungsgericht im Jacob K. Javits Federal Building in New York City von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) festgenommen wurde.