BVE: »Wir sind und bleiben eine Genossenschaft von Menschen für Menschen« Das Konzept zur Förderung fair gehandelter Produkte überzeugte die Jury | Konrad Matzen
Ganz klar: Technik ist kein Selbstzweck. Sie soll Menschen unterstützen, nicht überrollen. Unser Ziel ist, dass Technik stupide, wiederkehrende Aufgaben übernimmt – und wir dadurch als Menschen mehr Freiraum bekommen: fürs Wesentliche, fürs Mitdenken, fürs bessere Entscheiden und fürs Kreativsein.
„Freiraum“ klingt gut – aber wofür genau soll er genutzt werden?
Für uns geht es nicht darum, Kennzahlen um jeden Preis zu steigern oder möglichst viel zusätzlichen Output zu erzeugen. Als Genossenschaft verfolgen wir einen anderen Ansatz – und das ist etwas sehr Wertvolles.
Was wir gewinnen wollen, ist Qualität. Die Menschen bringen Qualität – und KI kann uns helfen, die Vielzahl an Anfragen, Routinen und Standardfällen so abzufedern, dass unsere Mitarbeitenden wieder Zeit für Themen haben, die ihre volle Aufmerksamkeit verdienen.
Man könnte also sagen: Menschen für die Tiefe, Technik für die Breite.
Genau. Viele kennen das Gefühl: Man weiß, wie man etwas richtig gut machen würde – aber der Tag ist voll, das Telefon klingelt und das Postfach füllt sich. Am Ende bleiben Dinge liegen oder werden schneller erledigt, als sie es eigentlich verdient hätten. Wenn Technik hier unterstützt, entlastet sie nicht nur – sie schützt auch die Qualität.
Jetzt einmal ganz klassisch gefragt: Was sagen Sie Menschen, die bei Automatisierung sofort denken: „Dann werde ich ersetzt“?
Ich verstehe diese Sorge. Die technischen Möglichkeiten sind in sehr kurzer Zeit sichtbarer geworden – nicht, weil KI neu erfunden wurde, sondern weil sie plötzlich im Alltag ankommt. Und ja: Das wirft Fragen auf, die heute niemand vollständig beantworten kann.
Und trotzdem müssen Sie ja eine klare Haltung dazu haben.
Absolut. Ich bin mir sehr sicher: Fast jeder Büroarbeitsplatz wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Viele Tätigkeiten werden nicht mehr so aussehen wie heute, weil sich die technischen Möglichkeiten rasant weiterentwickeln.
Aber Veränderung bedeutet nicht automatisch weniger Mensch. Unser Anspruch ist es, unseren Mitgliedern den bestmöglichen Service zu bieten. Das gelingt, wenn wir einfache Routinen reduzieren und dadurch mehr Zeit für das haben, was wirklich zählt: zuhören, einordnen, Lösungen finden und Verantwortung übernehmen.
Das klingt, als würden Sie ganz bewusst für eine Genossenschaft arbeiten.
Ja, und das meine ich nicht als Floskel. Ich mag den Gedanken „von Menschen für Menschen“. Ich erlebe beim BVE, dass dieser Anspruch tatsächlich gelebt wird. Das ist einer der Gründe, warum ich hier sehr gerne arbeite. Wir sind und bleiben eine Genossenschaft von Menschen für Menschen.
Wenn schriftliche Kommunikation künftig stärker unterstützt oder sogar übernommen wird: Welche Fähigkeiten werden dann wichtiger?
Vor allem die Fähigkeiten, die sich nicht automatisieren lassen. Vieles in der schriftlichen Kommunikation wird künftig technisch unterstützt werden. Umso wichtiger wird der direkte Austausch zwischen Menschen. Dann zählt: Wie gut kann ich zuhören? Wie schaffe ich Vertrauen? Wie gehe ich mit Emotionen um? Der eigentliche Mehrwert entsteht künftig noch stärker im persönlichen Gespräch.
Also weniger „Texte perfekt formulieren“, mehr „Beziehungen gestalten“?
Genau. Und ich glaube, das ist eine Entwicklung, auf die man sich sogar freuen kann.
Sie sprechen häufig über die Geschwindigkeit des Wandels. Viele empfinden das als Druck. Was meinen Sie damit?
Die Veränderungsgeschwindigkeit ist derzeit enorm hoch – so schnell hat sich die Arbeitswelt für viele Menschen noch nie verändert. Es wäre falsch, das kleinzureden. Gleichzeitig haben wir nicht die Möglichkeit, diese Entwicklung einfach auszusitzen. Unser Anspruch sollte sein, sie aktiv mitzugestalten, statt irgendwann nur noch hinterherzulaufen.
Das bedeutet auch, dass Veränderungsbereitschaft immer wichtiger wird.
Unbedingt. Wir werden die Bereitschaft brauchen, Arbeit neu zu denken und Prozesse weiterzuentwickeln. Nicht, weil Menschen ersetzt werden sollen, sondern weil sich die Tätigkeiten verändern. Gleichzeitig verstehe ich gut, dass Veränderungen zunächst Verunsicherung auslösen können. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Wie gelingt es dennoch, Menschen auf diesem Weg mitzunehmen?
Indem wir Veränderungen gemeinsam gestalten. Als Genossenschaft haben wir die Möglichkeit, Entwicklungen mit Augenmaß umzusetzen und unsere Mitarbeitenden dabei zu begleiten. Es geht darum, eine klare Richtung vorzugeben und gleichzeitig Raum für Unterstützung und Entwicklung zu schaffen.
Eine Frage, die viele beschäftigt: Wie verändert KI die Arbeitsplatzsicherheit?
Ich bin überzeugt, dass sich Arbeitsplätze verändern werden – teilweise sogar deutlich. Gleichzeitig sehe ich KI vor allem als Unterstützung. Technik kann Prozesse übernehmen, aber Verantwortung, Haltung und Menschlichkeit bleiben beim Menschen. Technik unterstützt – die Verantwortung bleibt beim Menschen. Genau dieser Gedanke ist für mich entscheidend.
Zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Wie wird die Arbeit beim BVE in zehn Jahren aussehen?
Ich glaube, wir werden deutlich mehr Zeit für den persönlichen Kontakt mit unseren Mitgliedern haben. Viele einfache Prozesse werden automatisiert ablaufen. Und ehrlich gesagt freue ich mich darauf. Ich schätze den direkten Austausch mit Menschen sehr. Wenn Technik uns den Rücken freihält, können wir genau dort mehr Zeit investieren, wo wir als Menschen unsere größte Stärke haben.
www.bve.de
Wir kaufen hier
Manchmal beginnt etwas Schönes mit einer Tasse Kaffee

Rissen/Elbvororte (3. September 2026, PM) · Neue Menschen kennenlernen, gemeinsam lachen, interessante Gespräche führen oder einfach einen schönen Nachmittag in netter Gesellschaft verbringen: Mit dem neuen Singlecafé schafft der Seniorentreff Rissen einen Treffpunkt für Seniorinnen und Senioren, die offen für Begegnungen sind. Das Angebot ist künftig auch im Seniorentreff Altona geplant.
Brotprüfung ehrt Elbvororte-Bäcker

Blankenese (20. August 2026, Markus Krohn) · Bäckerfinder des Deutschen Brotinstituts – Was morgens im Regal liegt, muss vor strengen Augen bestehen: Im Hamburger Westen sind diese Woche mehr als 60 Brote und Brötchen der Handwerksbäckereien KÖRNER und HANSEN geprüft worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und sagt mehr über Qualität aus, als viele Kunden auf den ersten Blick vermuten.
Ausgesetzt und allein gelassen

EXKLUSIV Sülldorf (31. Juli 2026, Markus Krohn) · Ein zugeklebter Karton vor der Tierarztpraxis am Sülldorfer Kirchenweg und sechs Kitten sorgen in diesen Tagen für Aufregung und viele Fragen in Sülldorf. Drei von ihnen konnten in Obhut genommen werden. Doch was ist mit den drei Geschwistern und der Mutter? Ausgesetzte Haustiere sind ein Problem, das sich vor allem in den Sommermonaten jedes Jahr verschärft.
Iserbrook: Klanggewaltiger Lobgesang in der Martin-Luther-Kirche

Iserbrook (15. Juni 2026, Markus Krohn) · Wenn sich drei stimmgewaltige Chöre, ein ambitioniertes Orchester und herausragende Solisten zusammentun, um ein monumentales musikalisches Werk aufzuführen, darf man Großes erwarten. Doch was sich am vergangenen Samstagabend in der vollbesetzten Kirche abspielte, sprengte selbst hohe Erwartungen und bescherte den Zuhörern ein klangliches Feuerwerk der Extraklasse. Wer nicht dabei war, hat zweifellos ein absolutes Highlight verpasst.
Vom Monte Argentario auf den Grill: Die Salsiccia der Brüder Picchianti erobert Hamburg

Iserbrook (28. Januar 2026, Markus Krohn) · Zwischen den dramatischen Klippen des Monte Argentario und dem pulsierenden Norden Hamburgs spannt sich die Geschichte von Gianluca und Massimiliano Picchianti: Mit der handwerklichen Kunst ihrer toskanischen Heimat kreieren sie in Iserbrook eine Salsiccia, die weit mehr ist als nur eine Wurst – ein Stück mediterraner Lebensart, kräftig gewürzt mit Fenchel, Knoblauch und Kräutern. In vierter Familiengeneration, ohne künstliche Zusatzstoffe und mit höchsten Qualitätsansprüchen produzieren sie rund 8.000 Kilo pro Jahr – und haben damit nicht nur Feinschmecker, sondern auch zahlreiche Gastronomen in der Hansestadt überzeugt. Traditionsreich, aromatisch und vielseitig einsetzbar ist ihre Salsiccia ein Genuss, der Lust macht auf mehr als nur Grillabende und Pastagerichte.
Osdorf: Cappello vorerst gerettet

Osdorf (9. September 2026, PM) · Es gibt eine ganze Reihe von sozialen Einrichtungen in Osdorf, die das Zusammenleben im Stadtteil angenehmer machen und für ein gutes Miteinander sorgen. Umso wichtiger ist die finanzielle Grundlage für die Organisatoren. Das Sozialkaufhaus kann jedenfalls erstmal durchatmen.
Bürgerhaus Bornheide wird zur Klimaoase

Hirsche vor möglicher Rückkehr?

Nienstedten (20. August 2026, Konrad Matzen) · Im Streit um das Damwildgehege im Hirschpark ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen. Während das Bezirksamt die Rückkehr der Hirsche ausgeschlossen hat, wächst vor Ort der Druck von Vereinen, Politik und Bürgern – und mit ihm die Frage, ob eine Kehrtwende doch noch möglich ist.
150 Jahre Hamburger Blumenkunst bei Graaf

EXKLUSIV Nienstedten (4. Juli 2026, Markus Krohn) • Ein kleiner Handkarren, grenzenlose Leidenschaft und die reine Liebe zur Natur: Was vor eineinhalb Jahrhunderten überaus bescheiden begann, ist heute zweifellos die besondere Adresse für florale Handwerkskunst im Hamburger Westen. Wer das unscheinbare Firmengelände betritt, taucht rasch in eine verborgene Welt aus intensiven Farben, mutigen Konzepten und kühlem Perfektionismus ein.
Hamburgs Westen gräbt für morgen

Elbvororte (11. August 2026, Konrad Matzen) · Was unter Pausenhöfen und Spielflächen jahrzehntelang kaum beachtet wurde, rückt in Hamburg jetzt ins Zentrum eines Wettbewerbs, der mehr ist als ein Schönheitsprogramm für Schulgelände: Im Westen der Stadt zeigen mehrere Schulen, wie aus grauen Flächen lebendige Lernorte werden – und warum dabei der Blick nach unten entscheidend ist.
Pferdesportler aus der ganzen Welt in Hamburg

Klein Flottbek (13. Mai 2026, PM) · 441 Pferde und Reiter aus mehr als 30 Nationen haben sich zum Al Shira'aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby in Hamburg angekündigt, die Vorbereitungen sind im Schlusssprint, die Anreise in vollem Gang. „Wir freuen uns, dass es morgen losgeht!“, erklärt Turnierchef Matthias Rath. „Es ist richtig schön, dass wir so viele Nationen am Start haben“, erklärt Rath. Reiter aus 24 Nationen haben sich für die Springprüfungen gemeldet, 14 für die Dressur, mit Überschneidungen sind so knapp über 30 Nationen im Derby-Park vertreten. „Das finde ich einfach toll, Reiter und Gäste aus nahezu der ganzen Welt in Hamburg empfangen zu dürfen.“
Planungen für Asklepios-Neubau in Altona gestartet

Altona (8. September 2026, Konrad Matzen) · Der jahrzehntelang erwartete Neubau der Asklepios Klinik Altona hat neuen Schwung bekommen. Doch während Senat und Asklepios den Startschuss für ein europaweites Vergabeverfahren geben, werden alte Zweifel lauter. Was steckt wirklich hinter dem größten Krankenhausprojekt im Hamburger Westen – und warum misstraut die Opposition dem Zeitplan?
MitMenschen unterwegs – Gemeinsam gegen Einsamkeit

Othmarschen/Elbvororte (7. September 2026, PM/Konrad Matzen) · Einsamkeit greift um sich und betrifft Jung und Alt. Dabei wünschen sich die meisten Menschen gemeinsame Aktivitäten und freuen sich über den Austausch mit Anderen. Manchmal fehlt jemand, der Einsame an die Hand nimmt und wieder in die Gemeinschaft bringt – solche Menschen werden jetzt gesucht.
Wenn Forschung plötzlich rappt

Schenefeld (27. August 2026, Konrad Matzen) · Wenn Hochtechnologie auf Hip-Hop trifft, entsteht mehr als nur ein ungewöhnlicher Song. Am European XFEL wissen Wissenschaftler ihre Freizeit zu nutzen. So wird Wissenschaft leicht, nahbar und kann überraschend alltagstauglich klingen...
Mehr als nur zähflüssig: Forschende untersuchen die Bewegung von Proteinen

Schenefeld (7. August 2026, PM) · Wie finden Proteine ihren Weg durch das dichte Gedränge im Inneren einer Zelle? Ein internationales Forschungsteam am European XFEL nachgegangen. Die Ergebnisse der Messungen zeigen: Entscheidend ist nicht nur, wie zähflüssig die Umgebung ist. Auch wie sich die Moleküle gegenseitig beeinflussen, spielt eine wichtige Rolle – und kann sogar dazu führen, dass sich einzelne Proteine unter bestimmten Bedingungen zunächst schneller bewegen als erwartet. Die Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Science“ (PNAS) veröffentlicht.
Neuer Spielplatz Rüsternkamp fertiggestellt

Bahrenfeld (3. September 2026, PM) · Nach einer umfassenden Grundsanierung präsentiert sich der Spielplatz Rüsternkamp in der Steenkampsiedlung ab sofort in neuem Glanz. Im Rahmen der Sanierung wurde der gesamte Spielplatz neugestaltet und mit vielfältigen, modernen Spiel- und Aufenthaltsangeboten für Kinder und Familien ausgestattet. Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, den 5. September 2026 im Rahmen des Sommerfests der Steenkampsiedlung statt.
Bahrenfeld wird Fusionsstandort

Bahrenfeld (30. Juli 2026, Markus Krohn) · Im Hamburger Westen entsteht ein Forschungszentrum, das die Energieversorgung der Zukunft entscheidend mitprägen könnte. Das hat der Hamburger Senat bekannt gegeben. Warum der neue Laser Fusion Hub weit mehr ist als ein weiteres Wissenschaftsprojekt – und weshalb seine Bedeutung weit über die Region hinausreicht.



