Wie die scharfe Zahnreihe eines Hais wirkt das Vorderteil der „Nordic Quinngua“. Die ungewöhnliche „Fresse“ hat sich die dänische Reederei Nordic Bulk Carriers (Hellerup) einfallen lassen. Mehrere Schiffe ihrer Flotte kommen so daher. Das ist weltweit einzigartig.

Die „Nordic Quinngua“ ist einer von vier baugleichen Post-Panamax-Massengutfrachtern. Sie ist eisgängig. Somit kann sie in die Arktis fahren.

Gebaut wurde das Schiff 2021 bei Guangzhou Shipyard (GSI). Das ist in China. Preis: 37,7 Millionen US-Dollar.

Wie in der Schifffahrt nicht ungewöhnlich: Die Besitzverhältnisse der „Nordic Quinngua“ sind verschachtelt. Zwar ist die Heimatreederei dänisch. Aber sie gehört zum US- Investor Pangaea. Über die Weltmeere fährt der Bulk Carrier indessen unter der Billigflagge der Marshall Islands.DSCN0116

Meistens ist die „Nordic Quinngua“ in Nordseegewässern unterwegs. Stammplatz in Hamburg ist der Salzgitterkai vertäut. Das ist der Massengut-Terminal der Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft. Das Greifergut wie Kohle und Erz geht aus dem Schiffsbauch direkt in die Eisenbahn oder aufs Binnenschiff. Die bringen es dann zum Kunden – etwa in die Hochöfen der Stahlwerke in Salzgitter und Eisenhüttenstadt.

Die Ladekapazität der „Nordic Quinngua“ ist riesig – das passt zum großen Maul am Bug: 4,3 Millionen Kubikmeter (m³). Zum Vergleich: Das entspricht etwa dem Volumen von 1.720 olympischen Schwimmbecken, dem Inhalt von 1.075 riesigen Tanklastwagen oder fast dem Raum der ägyptischen Cheops-Pyramide von Gizeh.

Einige Daten: Geschwindigkeit 13 Knoten, Tiefgang 15 m, Länge 229 m, Breite 38 m, Maschinenleistung 16080 KW.

In diesem Video (hier klicken) kann man die „Nordic Quinngua“ in laufender Fahrt und in ganzer Pracht vor Stade beobachten.