Und das Team von der Jenischstraße kann selbstbewusst beim Final-Acht-Turnier im niederländischen s-Hertogenbosch antreten, schließlich ist es in der Feldhockey-Bundesliga nach dem ersten Rückrunden-Spieltag ungeschlagen Spitzenreiter. Die Winterpause verbringt der Polo Club als Spitzenreiter – acht Siege, drei Siege nach Penaltyschießen und vier Unentschieden ergaben 31 Punkte – vor dem TSV Mannheim sowie Uhlenhorst Mühlheim (jeweils 24 Zähler).
Nun steht für alle Hockey-Mannschaften aber erst einmal die Hallenrunde an. Dabei muss Trainer Christoph Beckmann beim Polo Club auf mehrere Stammkräfte verzichten. Neben dem Langzeitverletzten Jan Krauße fehlen auch einige Spieler, weil sie nach ihrem Abitur beziehungsweise Studium eine längere Reise unternehmen. Zudem sind fünf Akteure mit Deutschlands Nationalmannschaft unterwegs. Paul Kaufmann, Mathias Müller und Justus Weigand sind mit dem A-Team in der Pro League am Start. Zudem wurden Lukas Kossel und Bennet Ness in die U21-Auswahl berufen, mit der sie bei der Weltmeisterschaft am zweiten Adventssonntag mit einem 5:1-Sieg gegen Indien das Finale erreichten.
Somit setzt der Polo Club in der Hallen-Saison vornehmlich auf junge Akteure. Und nachdem diese in den ersten beiden Saisonspielen das Nachsehen hatten (4:10 beim Club an der Alster, 5:6 gegen den Harvestehuder THC), feierten sie am zweiten Adventssonntag ihren ersten Sieg. Dieser schmeckte besonders gut, weil er im Derby beim Großflottbeker THGC eingefahren wurde. In der Halle des Christianeums hatten Jakob Schmidt (3. Minute) und Gaston Emanuel Rodriguez (11.) den GTHGC zunächst mit 2:0 in Führung gebracht. Paul Smith (15.), Luca Müller (25.), erneut Smith (36.), Oliver Binder (40.) und wiederum Smith (40.) stellten auf 5:2 für die Gäste. Den dritten GTHGC-Treffer (Niklas Plattenteich/47.) beantwortete Smith mit zwei weiteren Toren (51., 57.) zum 7:3-Endstand, der von den mitgereisten Polo-Club-Anhängern ausgelassen gefeiert wurde.
Während der Polo Club zumindest leise Hoffnungen darauf hegt, als Tabellen-Zweiter das Play-Off-Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen, geht es für den GTHGC einzig und allein um den Klassenerhalt. Hierfür müssten die Schützlinge von Trainer Jonah Johanssen, die aktuell das Tabellenende der sechs Mannschaften umfassenden Nord-Gruppe zieren, mindestens ein Team hinter sich lassen. Im vergangenen Winter hatten die Groß Flottbeker als Meister der 2. Bundesliga Nord den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst und wollen nun den sofortigen Wiederabstieg, der sie im Frühjahr schon auf dem Feld ereilt hatte, verhindern. So oder so freuen sich alle Beteiligten schon auf das Derby-Rückspiel, das am Sonntag, 18. Januar 2026, in der Halle an der Jenischstraße steigt.
Bei den Hockey-Frauen sind die Kräfteverhältnisse im Hamburger Westen etwas anders verteilt. Hier sind die GHTGC-Frauen sowohl im Feld – sie überwintern auf Platz neun mit 14 Punkten – als auch in der Halle in der 1. Bundesliga vertreten. Und mit sieben Punkten aus den ersten drei Partien erwischten die Groß Flottbekerinnen einen guten Start in die Hallenrunde. Die Polo-Club-Damen sind draußen (Platz acht nach der Hinserie) wie drinnen zweitklassig unterwegs. Unter dem Hallendach gewannen sie ihre ersten drei Partien, zuletzt gab es am zweiten Adventssonntag einen 6:2-Kantersieg bei Hannover 78. Geht es so weiter, winken ihnen der Titel und der Aufstieg in die 1. Liga!





















