Bei der Sportehrung "Die Besten im Westen" ist in der Stadtteilschule Lurup einmal mehr sichtbar geworden, wie stark und vielfältig der Sport im Hamburger Westen aufgestellt ist. Für ihre Leistungen im Jahr 2025 wurden 48 Sportler, Mannschaften und Ehrenamtliche in 15 Kategorien ausgezeichnet. Die Ehrung hat im Bezirk Altona Tradition: Jahr für Jahr würdigt eine Jury aus Vertretern der IG West und des Sportausschusses jene, die sportlich oder im Vereinsleben Besonderes geleistet haben.

Der Vorsitzende der IG West, Dr. Gerd Augner, betonte: „Die Sportehrung für das jeweils vorangegangene Sportjahr ist seit Jahrzehnten ein besonderes Ereignis im Bezirk Altona. Die Veranstaltung beleuchtet zum einen die breite Fächerung des Sportlebens in Hinsicht auf die verschiedenen Sportarten und die einzelnen Stadtteile des Hamburger Westens. Sie belegt zum anderen die Leistungen der Sporttreibenden und der im Sport ehrenamtlich Tätigen. Schließlich legen die einzelnen Ehrungen Zeugnis ab von den Erfolgen des bezirklichen Sports in der Jugend- und Nachwuchsarbeit ebenso wie von den erreichten Höhen des Leistungssports. In den im Bezirk ansässigen Vereinen und Verbänden, darunter dem mit weitem Abstand größten hamburgischen Sportverein überhaupt, darf der Sport in Altona sich zu Recht als in einer Hamburger Spitzenstellung befindlich betrachten. In Erkenntnis und Anerkennung dieses Umstandes wirken Politik und Verwaltung in Altona in langjährig bewährter Tradition einvernehmlich und vertrauensvoll mit dem Sport zusammen. Sie ermöglichen so die Durchführung der hier in Rede stehenden Ehrungsveranstaltung und tragen auch hierdurch dazu bei, dass Hamburg auf seinem Weg zur Sportstadt tatsächlich vorangebracht wird.

Der Abend zeigte vor allem eines: Erfolg im Sport hat im Westen viele Gesichter. Geehrt wurden junge Talente ebenso wie etablierte Leistungsträger. So segelte Cassandra Jansch vom Mühlenberger Segel-Club in der Bootsklasse ILCA 4 zu Bronze bei der U16-Europameisterschaft und bei den deutschen Meisterschaften. Alexandra Behrens, ebenfalls vom Mühlenberger Segel-Club, wurde als Vizeeuropameisterin in der ILCA-6-Masterklasse ausgezeichnet. Auch der Hamburger Golf-Club war prominent vertreten – unter anderem mit Christin Eisenbeiß als Deutscher Meisterin der Damen sowie mit erfolgreichen Jugend- und Seniorenmannschaften.

Auffällig ist, wie breit das sportliche Spektrum der Ehrung angelegt ist. Neben Segeln, Golf und Tischtennis standen auch Eiskunstlauf, Cheerleading, Futsal, Tanzen, Boxen, Hockey und Handball im Mittelpunkt. Das unterstreicht den Anspruch der Veranstaltung, die gesamte Bandbreite des Vereinssports in Altona und den westlichen Stadtteilen abzubilden. Genau darin liegt seit Jahren ihre besondere Stärke: Nicht eine einzelne Disziplin dominiert, sondern das gesamte sportliche Leben einer Region.

Besondere Aufmerksamkeit verdienten die Mannschaften. Die U21-Futsaler des Hamburger SV setzten mit ihrer Hamburger Meisterschaft im Herrenbereich ein Ausrufezeichen. Im Tanzsport überzeugte das Paar Anja Möller und Martin Heldberg vom Imperial Club Hamburg mit gleich zwei Hamburger Meistertiteln in kurzer Folge. Auch internationale Klasse war vertreten: Mara Fittkau und Adriano Kreuz II vom HSV wurden mit Team Germany Junior Coed Vizeweltmeister bei der ICU-Weltmeisterschaft in Orlando. Solche Erfolge zeigen, dass der Hamburger Westen sportlich längst nicht nur lokal, sondern in Teilen auch national und international mithalten kann.

Dass die Ehrung mehr ist als eine reine Medaillenschau, zeigte sich in den Sonderkategorien. Sophie Fritsch von der Spielvereinigung Blankenese wurde für ihr ehrenamtliches Engagement im Hockey ausgezeichnet. Gewürdigt wurde nicht nur ihr organisatorischer Einsatz, sondern auch ihr Anteil daran, dass die Damenmannschaft in die 2. Bundesliga aufstieg. Solche Beispiele machen deutlich, wie eng sportlicher Erfolg und ehrenamtliche Arbeit im Vereinswesen zusammenhängen.

Besonders bewegend dürfte die Würdigung für Hans-Wolf Rust gewesen sein. Der Handballer des SV Osdorfer Born stand mit 85 Jahren noch einmal in einem Punktspiel auf dem Feld – ein außergewöhnlicher Moment, der ihm die Auszeichnung für sein Lebenswerk einbrachte. Seine Geschichte steht sinnbildlich für eine Sportkultur, in der es nicht allein um Spitzenleistung geht, sondern auch um Treue, Leidenschaft und jahrzehntelange Verbundenheit mit dem Verein.

Mit dem Sonderpreis für Kontinuität im Sport wurden zudem Marla Bergmann und Hanna Wille vom Mühlenberger Segel-Club geehrt. Ihre Erfolge über mehrere Jahre hinweg, darunter ein europäischer Titel im 49er FX, stehen für dauerhafte Klasse auf hohem Niveau. Auch der Inklusionspreis für den Sport setzte ein wichtiges Zeichen: Das Parkinson-Boxen des Hamburger SV zeigt, wie Sport weit über den Wettkampf hinaus wirken kann - als Mittel für Teilhabe, Gesundheit und Lebensqualität.

 „Die Auszeichnung der Sportler:innen ist seit vielen Jahren eine große Freude. Gesundheit, Gemeinschaftssinn und damit eine starke Zivilgesellschaft werden durch das außergewöhnliche Engagement der vielen Ehrenamtlichen ermöglicht. Sie bilden die Grundlage für den bunten und leistungsstarken Sport im Bezirk und stellt einen beachtlichen Einsatz dar, der unsere Wertschätzung verdient. Mit der Sportler:innenehrung 2025 danken wir den Sportler:innen, Teams und Funktionär:innen ausdrücklich für ihre Leistungen!“ erklärte Nadine Neumann, Vorsitzende der Bezirksversammlung Altona, die die Preisverleihung maßgeblich unterstützt.

Am Ende erzählt die Sportehrung im Hamburger Westen von weit mehr als Siegen. Sie erzählt von Vereinen, die Nachwuchs fördern, von Ehrenamtlern, die Strukturen tragen, und von Sportlern, die mit Disziplin und Hingabe Herausragendes leisten. Gerade in einer Zeit, in der Zusammenhalt oft beschworen wird, liefert dieser Abend den konkreten Beweis, dass er im Sport längst gelebt wird.