Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte: Die GyRi Westend Volleys haben bei den Hamburger Meisterschaften der Altersklasse U12 eindrucksvoll ihre Stärke unter Beweis gestellt – und gleich doppelt das Podium erobert. Während ein Team den Titel holte, sicherte sich ein weiteres den dritten Platz. Ein Erfolg, der die kontinuierliche Talentförderung am Gymnasium Rissen und beim Rissener SV eindrucksvoll bestätigt.

Bereits im Vorfeld hatten sich die jungen Spieler berechtigte Hoffnungen gemacht. Zwei erfolgreiche Qualifikationsrunden gegen insgesamt 18 Teams hatten gezeigt, dass mit den Rissener Mannschaften zu rechnen ist. Entsprechend selbstbewusst reisten gleich drei Teams zur Finalrunde in die Halle nach Halstenbek.

Gespielt wurde im U12-Format zwei gegen zwei – mit leichterem Ball und einem stark verkleinerten Feld. Eine Spielform, die vor allem Präzision, Übersicht und Ballsicherheit verlangt. Fehler werden hier sofort bestraft, lange Ballwechsel sind die Regel.

Die Vorrunde verlief aus Rissener Sicht vielversprechend. Zwei der drei Teams – Rissen 2 und Rissen 3 – setzten sich souverän in ihren Gruppen durch und qualifizierten sich für das Halbfinale. Besonders bemerkenswert: Der Sieg von Rissen 2 gegen eines der favorisierten Teams des Eimsbütteler TV. Auch Rissen 3 bewies Nervenstärke und gewann sein entscheidendes Spiel im Tiebreak.

Lediglich das als Favorit gestartete Team Rissen 1 musste einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem dramatischen Dreisatzspiel gegen Halstenbek-Pinneberg verpasste die Mannschaft knapp den Einzug in die Vorschlussrunde. Dennoch bewies das Team Moral und kämpfte sich mit zwei weiteren Siegen auf einen respektablen fünften Platz.

Dramatische Halbfinals und starke Nerven

Im Halbfinale kam es gleich doppelt zum Duell mit den Teams aus Halstenbek-Pinneberg. Während sich ein Rissener Team souverän durchsetzte und ohne größere Probleme ins Finale einzog, entwickelte sich das zweite Halbfinale zu einem intensiven Abnutzungskampf.

Gegen die defensivstarken Gegner taten sich die Rissener schwer. Trotz spielerischer Vorteile und gezielter Angriffe in die Ecken gelang es nicht, die Abwehr dauerhaft zu überwinden. Am Ende entschieden kleine Fehler über Sieg und Niederlage – mit dem besseren Ende für Halstenbek-Pinneberg.

Doch die Enttäuschung währte nur kurz: Im Spiel um Platz drei zeigte das Team eine konzentrierte Leistung und sicherte sich verdient die Bronzemedaille.

Revanche im Finale

Im Endspiel kam es schließlich zur Revanche gegen die Bezwinger der Teamkollegen. Hier zeigten die Rissener ihre ganze Klasse. Mit variablen Angriffen, clever platzierten Bällen und hoher Spielintelligenz dominierten sie das Geschehen.

Vor allem die präzisen kurzen Bälle erwiesen sich als entscheidender Faktor. Die Gegner fanden kaum Mittel, um diese Angriffe zu verteidigen. Mit einem klaren 15:8 und 15:12 sicherten sich die GyRi Westend Volleys schließlich den Hamburger Meistertitel.

Mit dem Doppelerfolg unterstreicht der Nachwuchs aus Rissen seine starke Entwicklung. Die Kombination aus schulischer Förderung und Vereinsarbeit zahlt sich aus – sportlich wie strukturell.

Der nächste Härtetest steht bereits bevor: Beim norddeutschen Spielfest wollen sich die Talente mit Teams aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern messen. Nach diesem Auftritt dürfte klar sein: Die Konkurrenz sollte die Rissener im Blick behalten.

Volleyball im RSV