Deine Stadt – Deine Stimme – Deine Spiele: Altona diskutiert Hamburgs Olympia-Bewerbung


Hamburg möchte Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Spiele werden – und setzt dabei auf Transparenz, Dialog und Beteiligung. Unter dem Motto „Deine Stadt – Deine Stimme – Deine Spiele“ finden im November in allen sieben Hamburger Bezirken Informations- und Beteiligungsveranstaltungen statt. Den Altonaer Beitrag dazu bildet die Veranstaltung am 20. November um 18 Uhr im Bürgerhaus Bornheide. Hier sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen, Erwartungen und auch kritischen Fragen in den Prozess einzubringen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Bezirksamtsleitung gibt Steffen Rülke, Leiter des Hamburger Vorprojekts für die Olympischen und Paralympischen Spiele, einen kompakten Überblick über das Bewerbungskonzept. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ziele und Chancen einer möglichen Austragung in Hamburg – und insbesondere in Altona, wo mit dem Olympic Parc Altona (Volkspark) und der Science City Bahrenfeld zwei zentrale Bausteine der Bewerbung verortet sind.

 

43 Olympia SportstaettenVorschläge für die Ansiedlung von Sportstätten für das große olympische Ereignis. Visualisierung: Moka Studio

Science City Bahrenfeld: Olympisches Dorf und Zukunftsquartier


Die Science City Bahrenfeld ist eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte Hamburgs – und könnte im Falle einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung eine Schlüsselfunktion übernehmen. Vorgesehen ist, dass das neue Quartier als Olympisches Dorf genutzt wird und nach den Spielen zu einem lebendigen Wissenschafts- und Wohnstandort wird. Dort sollen künftig Studierende, Wissenschaftler und Familien leben, forschen und arbeiten – ein Symbol für die langfristige Wirkung, die Olympia auf Stadtentwicklung und Innovation entfalten kann.

Durch die geplanten Investitionen in Infrastruktur und Nachhaltigkeit kann Altona von Olympia weit über die Sportstätten hinaus profitieren. Neue Wege, bessere Verkehrsanbindungen und moderne Quartierskonzepte werden den Bezirk auch langfristig stärken.

So stellen sich die Planer die zentrale Olympia-Visitenkarte Hamburgs vor. Visualisierung: Neuland Concerts

Sportanlagen im Fokus: Investitionen für den Vereinssport


Ein weiterer zentraler Punkt ist die Modernisierung der Sportinfrastruktur. Olympia bietet die Chance, viele bestehende Sportanlagen in Altona zu sanieren und aufzuwerten – von Trainingsstätten über Schulturnhallen bis hin zu Freizeitsportflächen. Davon würden nicht nur Profisportler, sondern vor allem regionale Vereine, Schulen und Nachwuchssportler:innen profitieren.

Die Spiele sollen für möglichst alle Menschen einen Gewinn bringen – weit über die Veranstaltungen hinaus“, betont Steffen Rülke. „Mit mehr Barrierefreiheit, mehr Bewegung und besseren Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche wollen wir zeigen, dass Hamburgs Bewerbung mehr ist als nur ein Sportevent.

Auch Sportsenator Andy Grote sieht große Chancen in der breiten Beteiligung: „Olympia ist das, was wir alle gemeinsam daraus machen. Wir wollen wissen, wie Konzeption und Durchführung sich möglichst gut an unsere Stadt anpassen – und wie sie uns auf unserem Weg in die Zukunft Rückenwind geben können.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht


Nach den einführenden Präsentationen können die Teilnehmenden an verschiedenen Thementischen miteinander ins Gespräch kommen. Diskutiert werden Themen wie Mobilität, Nachhaltigkeit, Zuschauererlebnis, Barrierefreiheit oder der langfristige Nutzen für den Bezirk. Die Diskussionen werden moderiert, die Ergebnisse auf Leinwänden festgehalten. Im Rotationsprinzip wechseln die Teilnehmenden zwischen den Tischen, um möglichst viele Perspektiven einzubringen.

Am Ende werden die gesammelten Ideen und Anregungen im Plenum vorgestellt und bewertet. Die Ergebnisse fließen direkt in den weiteren Bewerbungsprozess ein – ein Beispiel für gelebte Bürgerbeteiligung und demokratische Mitgestaltung.

Wer an diesem Abend keine Zeit hat, kann sich trotzdem einbringen: Auf der Plattform www.hamburg-activecity.de/olympia