OSDORF  (11. Oktober 2025, Jakob Schreiber) · Auch im siebten Pflichtspiel in Folge hat es nicht geklappt: Der TuS Osdorf kann nicht mehr gewinnen. Gegen den SV Rugenbergen mussten sich die Osdorfer am Freitagabend mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden begnügen, wobei sie den Gegentreffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit kassierten. „Das ist natürlich extrem ärgerlich – aber ihr habt richtig gut gekämpft“, sagte TuS-Trainer Bennet Krause nach dem Abpfiff im Team-Kreis zu seinen Schützlingen.

Hinter den Osdorfern, die im Sommer als Bezirksliga-Meister in die Landesliga aufgestiegen waren, lagen nicht nur sechs Wochen ohne Sieg, sondern zuletzt auch zwei Berg- und Talfahrten der Gefühle. Bemerkenswert war, dass sie am vergangenen Sonntag, 5. Oktober, nach einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3-Unentschieden beim Spitzenreiter FC Alsterbrüder erreicht hatten. Bitter war, dass sie am Mittwochabend, 8. Oktober, ihrerseits nach einer 3:0-Führung gegen den FC Union Tornesch mit 3:4 verloren hatten – was gleichbedeutend war mit dem Ausscheiden in der dritten Runde des Lotto-Pokals.

Nur zwei Tage später ging es gegen den SV Rugenbergen somit auch um Wiedergutmachung. Und die schien zu gelingen, als Lukas Schikowski die Osdorfer nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang in dessen Nachspielzeit mit 1:0 in Führung brachte (45.+1 Minute). Diese hätte Oguzhan Senol nach der Pause ausbauen können, doch er scheiterte von halblinks aus ebenso am stark reagierenden SVR-Keeper Patrick Hartmann (52.) wie später Maurice Schwäbe mit einem satten Schuss (71.). In der Schlussphase war Hartmann auch vor Ilyas Afsin am Ball (75.) und nahm einen zu laschen Schuss des eingewechselten Riccardo Mahieldin auf (79.).

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Druck, den die Gäste aus Bönningstedt aufbauten, mit fortlaufender Spielzeit immer höher wurde. Zwar lobte Bennet Krause seine Schützlinge für „eine richtig gute Leistung“. Doch hatten sie auch das nötige Quäntchen Glück, als etwa ein 22-Meter-Schuss von SVR-Akteur Taylan Güvenir noch abgefälscht wurde und vom linken Innenpfosten in das Feld zurück sprang (56.). Schüsse von Max Krüger (50.) und Mark Zimmermann (60.) parierte zudem TuS-Torwart Tjorven Förste. In der Nachspielzeit konnten die Osdorfer aber eine Flanke nicht klären, woraufhin der Ex-Altonaer Lenny Glißmann den Ball von halbrechts aus zwölf Metern zum 1:1-Endstand unter die Latte jagte (90.+6).

„Ihr dürft jetzt die Köpfe nicht hängen lassen, denn ihr wart über 95 Minuten die bessere Mannschaft“, sagte Bennet Krause zu seinen Spielern. In das Wochenende verabschiedete er sie mit der Ansage: „Wir holen uns das Ding jetzt nächste Woche auswärts.“ Am Sonntag, 19. Oktober, gastieren die Osdorfer bei ihrem diesjährigen Mitaufsteiger Eimsbütteler TV II (15.30 Uhr/Lokstedter Steindamm) – und wollen nicht zum achten Mal in Folge ohne Sieg bleiben.