Die Blankeneser Christdemokratin Dr. Anke Frieling CDU. Foto: Tobias Koch
Dr. Anke Frieling (CDU) ist als Sprecherin ihrer Fraktion für Stadtentwicklung und Wohnen in die Kommission für die Entscheidung über die Beauftragung eines Architekturbüros für die weitere Entwicklung des neuen Opernhauses dabei gewesen. Die Kommission entschied nach intensiver Diskussion einstimmig für den Entwurf des dänischen Architekturbüros Bjarke Ingels Group.
Den Initiatoren war es wichtig, dass eine möglichst breite gesellschaftliche Beteiligung an dem Prozess ermöglicht wird, daher die Beteiligung der Blankeneser Christdemokratin. Auch die Nachbarschaft und die Stadtbevölkerung soll noch an dem weiteren Prozess beteiligt werden, der nun beginnt.
Denn in den nächsten zwei Jahren soll der Entwurf zur Baugenehmigungsreife gebracht werden. Erst dann wird final entschieden, ob das Opernhaus gebaut wird oder nicht. Ein wichtiger Punkt: Die Kosten. Das Gebäude ist zwar ein Geschenk der Kühne-Stiftung an die Hansestadt, aber auch die Stiftung ist daran interessiert, die Kosten im Rahmen zu bleiben. Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hatte bereits im Vorfeld mehrfach betont, dass der Beitrag der Stadt auf die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks am Bakenhöft beschränkt bleiben soll. Erst nach Abschluss der Baugenehmigungsreife wird demnach final in der Bürgerschaft beschlossen, ob die Oper tatsächlich gebaut wird.
Im Augenblick sind alle Beteiligten noch optimistisch, dass das gelingen wird. Auch Dr. Anke Frieling ist mit dem Entwurf zufrieden und findet: „Dieses Gebäude auf herausragendem Grundstück im Hamburger Hafen ist ein zentrales Thema für die Stadtentwicklung“. Sie erinnert sich noch daran, dass das Grundstück schon in den 1990er Jahren für eine herausragende Bebauung vorgesehen war. Damals war es als Standort für ein mögliches Nord-Parlament im Gespräch. Frieling sieht in dem Bau des neuen Opernhauses, ähnlich wie Ihre Kolleginnen und Kollegen, als Entwicklungsimpuls für die Hafencity.
Die Herausforderung kommt jedoch erst: In den nächsten zwei Jahren wird aus dem Entwurf eine Bauplanung, mit der ein Ort für alle entstehen soll. Dazu gehört auch ein Park um die Oper herum. Dazu sollen alle technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Oper künftig international auf höchstem Niveau Produktionen spielen kann oder Produktionen von anderen Opernbühnen in die Hansestadt kommen können. Das derzeitige Opernhaus gibt die räumlichen Kapazitäten dafür nicht mehr her.
Frieling hatte gestern in der Sitzung das Gefühl, von Behörden und Architekten gut beraten worden zu sein: „Die Präsentationen waren sehr gut und kompetent vorbereitet worden“. Ihr Gefühl sagte ihr, dass alle Beteiligten sehr wohl wissen, welche Bedeutung dieses Haus für die Stadt haben wird. „Aufseiten der Kühne-Stiftung gibt es ein sehr großes Kostenbewusstsein“, sagte Frieling der DorfStadt-Redaktion. Sie glaube, dass die Planung in sehr guten Händen sei und freut ich auf das neue Opernhaus.

