Erst im Mai 2026 sollen die Türen öffnen. Ende 2025 sollen alle Arbeiten abgeschlossen und die Außenanlagen fertiggestellt sein; die Wiederaufnahme des Regelbetriebs ist zum Schuljahresbeginn 2026/27 vorgesehen. Die Stadt investiert insgesamt rund 9 Millionen Euro in den Neubau. „Statt kostenstabilem und verlässlichem Bauen erleben wir bei SPD und Grünen immer wieder das gleiche Muster: Pleiten, Pech und Pannen. Das ÖKOTarium ist da leider kein Einzelfall“, meint Dr. Anke Frieling, stadtenwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Nach jahrelangen Verzögerungen ist die Eröffnung nun frühestens 2026 geplant – und das bei einem Bildungsprojekt, das längst im Einsatz sein sollte. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler stehen seit Jahren vor verschlossenen Türen, geplante Programme müssen abgesagt werden, und eine transparente Kommunikation seitens des Senats fehlt völlig. Wer so mit Bildungsinfrastruktur umgeht, verspielt Vertrauen – und behindert die Zukunft unserer Kinder.“
Während der baulichen Fertigstellung des Projekts wurden bereits zahlreiche innovative Konzepte entwickelt, die ab der offiziellen Eröffnung für Besucherinnen und Besucher verfügbar sein werden. Dazu gehört unter anderem ein Virtual-Reality-Angebot zur naturnahen Schulgeländegestaltung, das in enger Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, genauer gesagt dem Forschungs- und Transferzentrum Digital Reality, sowie mit SHAPE SHIFT realisiert wurde. Mit diesem Angebot können Schulen und Lernende die Gestaltung von Grünflächen interaktiv erleben und nachhaltig planen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Im Rahmen des Programms „Nachhaltigkeit – aber wie?“ werden gezielt Ansätze vermittelt, die sich direkt in die neuen Hamburger Bildungspläne einfügen lassen. Ergänzend dazu bietet das Haus ein bildungsplankonformes Neurophysiologie-Programm für die Oberstufe an, das digitale Mess- und Endgeräte einbindet und so naturwissenschaftliche Inhalte praxisnah erlebbar macht.
Darüber hinaus wurden Programme zum Artenschutz entwickelt, die in Zusammenarbeit mit Citizen Conservation stattfinden und die im ÖKOTarium lebenden geschützten Haustierrassen in den Unterricht einbeziehen. Ein weiteres spezielles Bildungsangebot widmet sich den Neophyten und ihrer Rolle in unserer Umwelt.
Besonderen Wert legt das Projekt auf die Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern: So besteht eine Partnerschaft mit dem MINT Excellence Cluster „Arbeiten mit dem lebenden Tier im Unterricht“, aktuell in Zusammenarbeit mit der Universität Dresden, um die praxisnahe Arbeit mit Tieren in den Unterricht zu integrieren. Auch die Zusammenarbeit mit der Grünen Schule und dem Botanischen Garten der Universität Hamburg ist geplant und soll künftig weiter ausgebaut werden, um Lernenden vielfältige Möglichkeiten für naturwissenschaftliche und nachhaltige Bildung zu eröffnen.


