Die Freie und Hansestadt Hamburg unterstützt das Neue Amt Altona mit 300.000 Euro aus dem investiven Quartiersfonds. Mit dem Geld soll ein wesentlicher Teil der Inneneinrichtung des nachhaltigen Coworking-Standorts finanziert werden. Gefördert werden feste Einbauten wie Teeküchen, Tresen und Telefonzellen, die später zum Betrieb und zur Aufenthaltsqualität im Haus beitragen sollen.
Bei einem Vor-Ort-Termin machten sich Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Altonas Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth ein Bild vom Stand der Arbeiten. Dabei ging es nicht nur um die bereits eingebauten Elemente, sondern auch um die nächsten Schritte bis zur geplanten Eröffnung im Sommer 2026.
Das Neue Amt Altona gilt als eines der auffälligsten Stadtentwicklungsprojekte in Altona-Altstadt. Auf rund 1.600 Quadratmetern Büro- und Gemeinschaftsfläche sollen künftig etwa 300 Selbstständige, Start-ups und kleine Unternehmen Platz finden. Der Neubau ist als nachhaltiges Holzgebäude geplant und wird mit dem benachbarten Alten Finanzamt Altona verbunden. So entsteht ein neuer Arbeitsort neben einem bereits etablierten Kreativstandort.
Das Konzept reicht jedoch über klassische Büroflächen hinaus: Mit Café, Veranstaltungsflächen und begrüntem Innenhof soll sich das Haus bewusst zum Quartier öffnen. Damit soll das Neue Amt Altona nicht nur ein Ort für moderne Arbeitsformen werden, sondern auch ein Treffpunkt für die Nachbarschaft.
Auch politisch wird das Projekt als Baustein für die weitere Entwicklung der Altona-Altstadt gesehen. Die langfristige Sicherung des Standorts für Kultur- und Kreativwirtschaft gilt im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung als Schlüsselprojekt. Bezirksamtsleiter Kloth sprach in diesem Zusammenhang von einem „dritten Ort“, der Menschen zusammenbringe und ein Quartier lebenswert mache.
Finanzsenator Dressel hob bei dem Termin die Verbindung aus nachhaltiger Stadtentwicklung und neuen Arbeitswelten hervor. Die Stadt unterstütze solche Projekte gern, weil sie zeigten, wie Hamburgs Stadtteile zukunftsfähig gestaltet werden könnten.
Hinter dem Neuen Amt Altona steht eine Genossenschaft. Nach Angaben des Projekts wurde das Grundstück an der Neuen Großen Bergstraße im Mai 2023 gekauft. Bis Ende 2025 kamen knapp 400 Mitglieder zusammen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 wurde die Beitrittsphase zunächst geschlossen, um den Betriebsstart vorzubereiten. Für weitere Arbeitsplätze ist inzwischen betahaus Hamburg als Coworking-Partner eingebunden.
Der investive Quartiersfonds besteht seit 2018 und unterstützt Projekte in den Hamburger Bezirken. Gefördert werden unter anderem soziale Einrichtungen, Stadtteilkultur, Sportanlagen sowie investive Maßnahmen, die die Infrastruktur vor Ort stärken. Im Fall des Neuen Amts Altona fließt das Geld in die Ausstattung eines Hauses, das nach seiner Eröffnung Arbeit, Kreativität und Nachbarschaft enger miteinander verbinden soll.





















