Dana Vornhagen und Benjamin Eschenburg, Vorsitzende der Grüne-Fraktion, Dr. Anna Vogel und Oliver Schmidt als Fraktionsvorsitzende der SPD Altona sowie Sven Hielscher, Fraktionsvorsitzender der CDU-Bezirksfraktion betonten, weiter die Zusammenarbeit mit den anderen demokratischen Fraktionen zu suchen. „Alle demokratischen Fraktionen in der Bezirksversammlung sind eingeladen, sich konstruktiv an den Entscheidungen im Bezirk zu beteiligen“ heißt es in dem Papier. Eine Zusammenarbeit mit der AfD ist ausgeschlossen.
Unsere Vereinbarung mit SPD und CDU ist das gegenseitige Versprechen, bei inhaltlichen Big Points, bspw. der Stadtplanungs-, Wirtschafts- und Verkehrspolitik, uns im Vorhinein abzustimmen und vertrauensvoll an Lösungen zu arbeiten. Mit dieser Synergie wollen wir Altona die nächsten Jahre weiter positiv gestalten“, so Vornhagen und Eschenburg.
Die Sozialdemokraten Dr. Anna Vogel und Oliver Schmidt betonten: „Für uns als SPD stand von Anfang an im Mittelpunkt, dass wir eine verlässliche Grundlage für die politische Arbeit in unserem Bezirk schaffen“. Das sei mit Dr. Sebastian Kloth als Bezirksamtsleiter und seinem Stellvertreter Christoph Brümmer gut umzusetzen. Der sozialdemokratische Bewerber um das Spitzenamt im Bezirk, Mark Classen, hatte am Dienstagabend seinen Verzicht auf die bereits bekanntgegebene Bewerbung erklärt.
Wir sehen der Zusammenarbeit mit Grünen und SPD mit Zuversicht und Gestaltungsfreude entgegen“, sagte Sven Hielscher. Auch die CDU-Kandidatin Christiane Kuhrt hatte ihre Bewerbung im Sinne des gemeinsamen Erfolgs zurückgestellt.
Das neue Bündnis verfügt in der Bezirksversammlung über eine stabile Mehrheit von 35 Mandaten (bei insgesamt 51 Sitzen). Damit können wichtige Projekte schnell umgesetzt werden: Beispielsweise wollen die Partner beispielsweise die Diskussion um Windkraftanlagen in der Sülldorf-Rissener Feldmark beenden, die Halle 15 des ASB-Stützpunktes zügig weiterentwickeln, die bezirkliche Wirtschaftsförderung neu und effizient aufstellen, die Außengastronomie stärken und die Vergabe von bezirklichen Zuwendungen reformieren. Zudem sollen Verwaltungsprozesse digitalisiert und effizienter gestaltet werden. Dazu hatte Kloth bereits etliche Vorschläge in seiner Funktion als Baudezernent unter Beweis gestellt.
Der Vereinbarung gingen zahlreiche teils kontroverse Verhandlungsstunden seit Jahresbeginn voraus. Sie ist ein starkes Signal, das die Handlungsfähigkeit und Eigenständigkeit des Bezirks Altona betont.

Die Linksfraktion Altona kritisiert indes die Vereinbarung. Viele vereinbarte Ziele würden gegenüber dem herrschenden rot-grünen Senat schwer durchzusetzen sein. Die Grünen hätten für das Bündnis einen hohen politischen Preis bezahlt, denn das Thema Klimaschutz sei nicht ausreichend in der Vereinbarung berücksichtigt. Dazu erklärte Karsten Strasser, Vorsitzender der Bezirksfraktion DIE LINKE Altona: „Wir werden als die stärkste Oppositionsfraktion unsere Verantwortung aktiv wahrnehmen. In Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Initiativen werden wir konstruktiv und konsequent für eine soziale und ökologische Alternative streiten. Wir werden weiterhin eine kritische Opposition bilden, die ihre Kontrollfunktion gegenüber der neuen Bezirksamtsleitung wahrnimmt.“