Von Hamburgern für Hamburg
Das Projekt wird von der Initiative „Hamburg testet Grundeinkommen“ getragen, einem Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Akteure, die für mehr soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Sicherheit in der Stadt werben. Im gesamten Stadtbild ist das Vorhaben bereits sichtbar: Rund 4.200 Plakate rufen zur Wahlbeteiligung auf. Etwa die Hälfte der Plakate ist handschriftlich gestaltet – von Hamburgerinnen und Hamburgern, die auf persönliche Weise erklären, wofür sie das Grundeinkommen einsetzen würden.
Der Volksentscheid
Gregor Schürmann, Vertrauensperson der Initiative: „Mit dem Modellversuch sollen verschiedene Varianten des Grundeinkommens erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Ziel ist es, neue Wege für einen zukunftsfähigen Staat zu erproben, der alle Menschen im Blick hat – gerade in Zeiten, in denen die Bundesregierung Kürzungen im Sozialbereich plant und an ausgedienten Konzepten festhält. „In fast 30 Jahren haben es nur 9 Initiativen bis zum Volksentscheid geschafft – Hamburg testet Grundeinkommen ist nun die 10. Das unterstreicht, wie sehr dieses Thema die Hamburgerinnen und Hamburger bewegt. Ein Grundeinkommen eröffnet Chancen für alle: Es erleichtert berufliche Weiterbildung, ermöglicht die Pflege von Angehörigen, fördert ehrenamtliches Engagement, sichert eine würdevolle Existenz im Alter und schafft Freiräume für ein selbstbestimmtes Leben.“
So funktioniert das Hamburger Grundeinkommen
Eine repräsentative Auswahl von Hamburger Bürgerinnen und Bürger soll ein monatliches Grundeinkommen erhalten. Verschiedene Modelle werden parallel getestet, um die sozialen und wirtschaftlichen Effekte zu analysieren. Finanziert wird das Projekt aus dem Hamburger Haushalt; die Ergebnisse werden unabhängig wissenschaftlich ausgewertet. Ziel ist es, Erkenntnisse für eine moderne, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft zu gewinnen – insbesondere in einer Zeit, in der bundesweit Sozialkürzungen diskutiert werden.


