Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 weist für ganz Hamburg einen Rückgang der Straftaten um fünf Prozent aus. Insgesamt wurden 213.596 Delikte erfasst – rund 11.300 weniger als im Vorjahr. In allen sieben Bezirken sanken die Fallzahlen. Neben Harburg (-9,3 Prozent) und Hamburg-Mitte (-6,6 Prozent) verzeichnet insbesondere Altona mit -6,5 Prozent einen spürbaren Rückgang.

Für Altona ist diese Entwicklung mehr als eine statistische Randnotiz. Der Bezirk vereint mit Stadtteilen wie Altona-Altstadt und Ottensen urbane Verdichtungsräume, zugleich aber auch die vergleichsweise beschaulichen Elbvororte wie Blankenese, Nienstedten oder Othmarschen. Gerade dort ist die Polizeipräsenz traditionell weniger gefordert als in innerstädtischen Brennpunkten. Eine stabile Sozialstruktur, hohe Eigentumsquote und gewachsene Nachbarschaften wirken präventiv. Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten trägt zudem die gestiegene Aufmerksamkeit der Bürger zur positiven Entwicklung bei. Immer häufiger werden verdächtige Beobachtungen frühzeitig gemeldet, wodurch Straftaten verhindert oder schneller aufgeklärt werden können.

Die hamburgweite Aufklärungsquote lag 2025 bei 49,1 Prozent – der höchste Wert seit 1997. Auch in Altona profitiert die Ermittlungsarbeit von diesem Trend. Der Rückgang der Tatverdächtigen um knapp vier Prozent, insbesondere bei unter 21-Jährigen (-7,8 Prozent), unterstreicht die Entwicklung. Sowohl deutsche als auch nichtdeutsche Tatverdächtige sind seltener registriert worden.

Deutlich rückläufig ist hamburgweit die Gewaltkriminalität (-5,4 Prozent). Insgesamt wurden 8.514 Gewalttaten erfasst. Besonders relevant für das Sicherheitsgefühl: Straftaten mit Messern sanken um 34,6 Prozent auf 261 Fälle, Bedrohungen mit Messern sogar um 37,9 Prozent. Auch der Einsatz von Schusswaffen ging um zwölf Prozent zurück. Die Schwerpunkte schwerer Gewalt liegen weiterhin in St. Pauli und St. Georg – nicht jedoch im Bezirk Altona, der von dieser Problematik deutlich weniger betroffen ist.

Im Bereich der Eigentumsdelikte verzeichnet Hamburg ebenfalls starke Rückgänge. Wohnungseinbrüche sanken um 5,7 Prozent auf 2.837 Fälle. Vor zehn Jahren wurden noch rund 25 Einbrüche täglich registriert, inzwischen sind es weniger als acht. In Altona dürften insbesondere Investitionen in Sicherheitstechnik sowie eine erhöhte Sensibilität in Wohnquartieren zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Fast jede zweite Tat blieb im Versuchsstadium.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei den Vergewaltigungen: Hier stieg die Zahl der registrierten Fälle hamburgweit um 11,9 Prozent auf 319 Taten. Die Polizei führt dies vor allem auf eine gestiegene Anzeigebereitschaft zurück. In über 80 Prozent der Fälle bestand eine Vorbeziehung zwischen Opfer und Tatverdächtigem, häufig aus dem familiären oder sozialen Umfeld.

Innensenator Andy Grote spricht von einer „positiven Trendwende“, insbesondere im Bereich der Gewaltkriminalität. Polizeipräsident Falk Schnabel verweist auf die konsequente Präsenz und Präventionsarbeit der Beamten. Für Altona bedeutet die aktuelle Statistik vor allem eines: Der Bezirk bleibt ein vergleichsweise sicherer Wohn- und Lebensraum – mit stabilen Quartieren, engagierten Bürgern und einer Polizei, die von einer insgesamt sinkenden Kriminalitätsbelastung profitiert.