Elbvororte/Bezirk Altona (25. Juni 2026, PM) · Bäume bleiben die beste Lösung – doch wo sie nicht gepflanzt werden können, müssen pragmatische Alternativen her. Mit einem Antrag in der Bezirksversammlung setzt sich die CDU-Fraktion Altona dafür ein, zusätzliche Verschattungsmöglichkeiten an besonders hitzebelasteten Orten im Bezirk zu schaffen.

Die Sommer werden auch in Hamburg immer heißer – gerade jetzt am Wochenende steuert die Stadt auf neue Temperatur-Rekorde zu. Besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich eingeschränkte Personen leiden unter der zunehmenden Hitzebelastung. Gerade in stark versiegelten Bereichen im innerstädtischen Raum fehlen vielerorts schattige Aufenthaltsmöglichkeiten.

Der beste Hitzeschutz ist und bleibt ein Baum. Wo das nicht möglich ist, dürfen wir nicht tatenlos zusehen. Wenn Bäume aus baulichen Gründen nicht möglich sind, müssen wir schnelle Alternativen schaffen“, sagt Claudia Stamm aus der CDU-Fraktion Altona. „Wo kurzfristig gehandelt werden kann, sollten wir dringend moderne und flexible Lösungen nutzen.“

Deshalb fordert die CDU das Bezirksamt auf, geeignete Standorte zu identifizieren und zu prüfen, wo mobile oder modulare Verschattungselemente als sinnvolle Ergänzung eingesetzt werden können. Anbieter für diese modernen, grünen Schattenspender gibt es mehrere (u. a. ecotrii oder City Decks). Z. B. wachsen auf einer Trägerkonstruktion Kletterpflanzen, die eine begrünte Krone und somit einen natürlich Schirm bilden. Die Bewässerung läuft über einen Tank im Sockel. Während neu gepflanzte Bäume oft viele Jahre benötigen, bis sie ausreichend Schatten spenden, können mobile Lösungen mit Bäumen und Pflanzen kurzfristig Abhilfe schaffen. Auch der Einsatz von Sonnensegeln auf geeigneten öffentlichen Flächen im Bezirk soll als Hitzeschutz-Maßnahme geprüft werden.

Die CDU fordert außerdem zu prüfen, ob Fördermittel aus Programmen für Hitzeschutz oder Klimaanpassung für Altona genutzt werden können. Beispiele aus anderen Städten zeigen bereits, dass die temporäre Verschattung grundsätzlich funktioniert. Neben Stuttgart wurden auch in Ostfildern modulare Schatteninseln geschaffen, zahlreiche Kommunen nutzen flexible Stadtmöbel- und Begrünungssysteme.

Die CDU-Fraktion Altona verfolgt das Thema Hitzeschutz bereits seit mehreren Jahren und hat sich mehrfach dafür stark gemacht, zusätzliche Trinkwasserspender im öffentlichen Raum zu installieren – denn Hitzeschutz bedeutet neben schattigen Aufenthaltsorten auch ausreichend Trinkwasser. Stamm: „Klimaanpassung muss praktisch sein. Unser Ziel ist ein Altona, in dem sich die Menschen auch an heißen Sommertagen sicher und gerne im öffentlichen Raum aufhalten können.“

Das Thema wird heute Abend in der Bezirksversammlung diskutiert. Sie können die Debatte ab ca. 18 Uhr im Livestream verfolgen.