Elbvororte (1. Juni 2026, Markus Krohn) · Auch der Hamburger Westen stimmt mit Nein: Die Hamburgerinnen und Hamburg haben mehrheitlich gegen eine Olympia-Bewerbung Hamburgs gestimmt. Auch im Bezirk Altona gab es ein klares Nein. Mit Nein stimmten 56,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler, nur 43,4 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4%.
´ Während die Elbvorortler in Rissen, Sülldorf, Blankenese, Nienstedten, Othmarschen und Groß Flottbek aufgeschlossener für einen Bewerbung waren (hier stimmten bis zu 61,4 % – Nienstedten – für eine Olympia-Bewerbung), stimmten die Menschen in den Stadtteilen zwischen Iserbrook und Altona gegen eine Beteiligung der Hansestadt. In Altona-Altstadt war die Ablehnung mit über 71% der Stimmen besonders hoch.

Während bei den Olympia-Befürwortern die Enttäuschung tief sitzt, geht der Senat schnell in das Alltagsgeschäft über, andere sehen sogar eine Chance für die Hansestadt, das Votum als Chance zu sehen. Der Luruper Klaus Wicher, Vorsitzender des SoVG-Landesverbandes Hamburg, sagte: "offenbar hat es die Stadt nicht geschafft, die Hamburger:innen davon zu überzeugen, dass sie diese großen Probleme angehen und gleichzeitig Olympische und Paralympischen Spiele ausrichten kann. Ich glaube, hier haben die Hamburger:innen mit hanseatisch klarem Kopf entschieden und bewiesen, dass sie gesunden Menschenverstand haben!“, so Wicher. „Das Votum gegen Olympia sollte dem Senat vielmehr Ansporn sein, die echten Probleme der Stadt mit Tatkraft anzugehen.“

In der Tat kommen auf die Stadt zahlreiche Mammutaufgaben zu, die mit oder ohne Olympiabewerbung große Herausforderungen sind, zumal ohnehin nicht gewährleistet gewesen wäre, dass Hamburg den Zuschlag des nationalen Olympischen Komitees erhalten hätte.