Elbvororte (30. April 2024, PM) · Die Hamburger Architekturkammer bietet eine "Musterauslobung" bei Planungswettbewerben. Doch ist sie weder inhaltlich noch für die Zusammensetzung der Preisgerichte bindend. Das wird sich in Altona nun ändern: Auf Antrag der GRÜNEN und SPD soll eine Jury zukünftig Bürger*innen beteiligen, es mehr Geschlechterparität geben und fraktionsübergreifend die Bezirksversammlung berücksichtigt werden.
Christian Trede, Sprecher für Stadtentwicklung der GRÜNEN Bezirksfraktion Altona: "Die Art der Beiträge genauso wie die Wahl der prämierten Projekte sind natürlich geprägt - sowohl von der Zusammensetzung der Jurys als auch von den inhaltlichen Schwerpunkten, die in den Auslobungen formuliert werden. Was in Altona - z. B. bei der Entwicklung von Mitte Altona, dem Kolbenschmidt-Quartier oder der Science City - seit Jahren gängige Praxis ist, soll nun mit einem Beschluss der Bezirksversammlung verstetigt werden.
Insgesamt wollen wir die Blickwinkel der Bürger*innen von vornherein einbinden und regelhaft eine geschlechtersensible, inklusive Quartiersentwicklung sichern. Damit setzt Altona erneut Maßstäbe für eine gerechtere Stadtplanung der Zukunft."
Gregor Werner, baupolitischer Sprecher der SPD Bezirksfraktion Altona: "Gutes noch besser machen und bewährte Prozesse dauerhaft festschreiben. Das Ziel unseres Antrags ist ganz klar: Eine bessere Einbindung der Zivilgesellschaft erreichen und auch bei Wettbewerben für Hoch- und Städtebau die Prinzipien der paritätischen Besetzung auf den Weg bringen. Wir stärken damit eine inklusive Stadtplanung und verankern die Rechte aller Fraktionen bei den genannten Wettbewerben."


