Elbvororte (4. Juni 2024, Markus Krohn) · Sören Platten ist von Grund auf Sozialdemokrat. Bereits als 16-Jähriger trat er in die Partei Max Brauers ein, der noch immer das große Vorbild des 35-Jährigen ist. Hier in Altona gründete er sein Medizintechnikunternehmen und engagiert sich nicht nur politisch, sondern auch bei der Arbeiterwohlfahrt. „Ich habe mich schon immer gerne für andere Menschen eingesetzt und versuche immer, zu helfen“, erklärt sich Platten selbst sein Engagement.
Jetzt also als SPD-Spitzenkandidat für den Bezirkswahlkampf in Altona – mit Ambitionen, auch über Altona hinaus Dinge für die Menschen zu bewegen. Das Mandat im Landesvorstand der Partei hat er immerhin schon inne. So kann er auf den verschiedenen politischen Ebenen Aufmerksamkeit herstellen für das, was für Altona wichtig ist.
Und das nicht nur als Kreisvorsitzender der SPD Altona, sondern seit vielen Jahren auch als so genannter „zubenannter Bürger“ in verschiedenen Ausschüssen der Altonaer Bezirksversammlung. Seit mehr als drei Jahren ist er dort Vorsitzender des Ausschusses für Stadtteilentwicklung und Wirtschaft. So muss er nach der Wahl den Politikbetrieb in Altona nicht erst kennen lernen.
Ein paar Jahre Erfahrung bringt der Mann also mit. Auch wenn er sich den Blick von außen auf den Politikbetrieb immer bewahren möchte. „Die gleiche Alltagsvernunft und Fairness, die alle Menschen in ihren täglichen Entscheidungen an den Tag legen, ist auch der beste Maßstab für vernünftige Politik“, so Platten.
Platten empfindet es als Privileg, dass er als Politiker Themen anstoßen kann, die viele Menschen bewegen. Dass er gerade Vater geworden ist, motiviert ihn zusätzlich, denn so kann er die Welt, in die sein Sohn hineinwächst, mitgestalten.
Seine Sozialdemokraten haben ohnehin Gestaltungsanspruch, wollen bei der Bezirkswahl wieder als stärkste Kraft hervorgehen. Sicherheit, dieses Ziel zu erreichen, gibt ihnen ihr „extrem kompetentes, vielfältiges Team, das Altona wirklich repräsentiert“. Unterschiedlichen Menschen mit spannenden Profilen, die für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein wollen. Das zeige sich schon im Wahlkampf mit zahlreichen Infotischen, Sprechstunden und weiteren Aktionen.
Auch nach der Wahl will Platten mit seinen Wählern im Gespräch bleiben und „Politik für die Menschen in Altona machen“. Dabei sollen die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen als Rezept gegen Politikverdrossenheit. Dabei helfen nach Plattens Überzeugung auch verschiedene Bürgerbeteiligungsformate unterschiedlichster Art, um „auf Augenhöhe kommunizieren zu können“.
Ein großes Anliegen ist dem Spitzenkandidaten der SPD das Schaffen von bezahlbaren Wohnungen, einem der wichtigsten Politikfelder im Bezirk. „Ein solidarischer Zusammenhalt der Gesellschaft kann nur gelingen, wenn sich jeder ein Leben in Altona leisten kann“, ist Platten überzeugt. Dazu möchte er mehr Baugenossenschaften dazu bewegen, sich an Projekten in Altona zu beteiligen. Dafür müssten bürokratische Hürden abgebaut und Bebauungspläne vorangetrieben werden. Das liegt nicht allein in der Hand der Bezirke, aber Platten will dafür sorgen, dass die Entscheidungsträger im Bezirk in Zukunft besser mit dem Senat zusammenarbeiten. Ein Beleg dafür ist Plattens engagierte Mitgliedschaft im SPD-Landesvorstand. Auch könnten beispielsweise über Freizeitangebote und soziale Angebote, die in die Planungen im Bezirk frühzeitig eingebracht werden, das Wohnen und Leben in den Stadtteilen attraktiver gestaltet werden.
Ein großes Arbeitsfeld sieht Platten in der lokalen Verkehrspolitik. Hier strebt der 35-Jährige ein „von den Menschen aus gedachtes Verkehrsangebot an“ an, bei dem nicht nur Radwege, ÖPNV und Straßen berücksichtigt werden, sondern auch Fußwege. „Ich möchte erreichen, dass sich die Menschen im Bezirk sicher fortbewegen können, mit den Verkehrsmitteln, die für sie am besten passen“. Auch dafür wäre aus seiner Sicht neuer Wind in der Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt und Senat wünschenswert. „Wir müssen uns unbedingt besser vernetzen, um die Bedürfnisse der Menschen zu verstehen und an die verantwortlichen Stellen transportieren zu können“, hat Platten ausgemacht. Dafür ist er in engem Austausch zu SPD-Bürgerschaftsfraktionschef Dirk Kienscherf und mit verschiedenen sozialdemokratischen Mitgliedern des Hamburger Senats, wie Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard, Finanzsenator Andreas Dressel und Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer. Einige Themen wie die Anbindung der Stadtteile Lurup und Osdorf und die zukünftige Science City Bahrenfeld hat er dort bereits positioniert.
Platten will auch den Dialog seiner Fraktion mit den Gewerbetreibenden in den Stadtteilen intensivieren. „Wir wollen lebenswerte Stadtteile erhalten und verbessern“. Dazu gehören für Platten auch Einkaufsstraßen wie die Waitzstraße in Groß Flottbek, die Blankeneser Bahnhofstraße, der Eckhoffplatz, die Elbgaupassagen und viele weitere, kleinere Einkaufszentren. „Hier wollen wir den individuellen Flair erhalten und Lücken in der Versorgung gezielt schließen“, so der SPD-Kreisvorsitzende. Dafür will er den Unternehmern vor Ort zuhören, um deren Bedürfnisse zu erfahren.
Insgesamt stellt sich Sören Platten eine engere Vernetzung der Bürgerinnen und Wählern auf der einen Seite und den Entscheidungsträgern wie Politikern und Mitarbeitende in den Behörden vor, um Entscheidungen „auf Augenhöhe“ treffen zu können. Er will den Menschen zuhören und dabei auch individuelle Entwicklungen in den Quartieren und Stadtteilen fördern. „Ich wünsche mir, dass viel mehr Stadtteilfeste gefeiert werden können, um die Nachbarn zusammen zu bringen“. Das sei auch ein wirtschaftlicher und politischer Faktor, denn Menschen, die sich kennen und etwas gemeinsam bewegen, könnten ihre direkte Umgebung optimal gestalten. Daher unterstützt Platten Bürgerbeteiligung, die ankommt. „Manchmal ist unsere Verwaltung noch zu träge und hat teilweise Angst vor den Bürgern, die zu einer Informationsveranstaltung kommen. Dabei wollen die Leute durchaus Verantwortung übernehmen – und das können sie auch“, meint Platten. „Gut informierte Bürger haben wertvolle Ideen, daher sollten wir ihre Beiträge als Chance begreifen und nicht als Hürde“. Überhaupt sieht der SPD-Spitzenkandidat sich gerne als Moderator, „gerne über Parteigrenzen hinweg“, um für die Menschen im Bezirk das Beste herauszuholen. Probleme sieht er derzeit vor dem Hintergrund der Reventlowstraßen-Debatte in der Zusammenarbeit mit der Bezirksamtsleitung. „Das war für mich keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen ist nie eine gute Idee“.
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