Im vergangenen Jahr wurden im Bezirk Altona insgesamt 281 neue Straßenbäume gepflanzt. Damit leistet der Bezirk einen aktiven Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas – insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zunehmenden Versiegelung städtischer Flächen.
Im Bereich des Hauptfriedhofs Altona wurden 2024 insgesamt 28 Bäume gefällt, aber nur ein Baum nachgepflanzt. Zum Vergleich: 2023 waren es 48 Fällungen und 17 Neupflanzungen. Gründe für diese Diskrepanz wurden nicht genannt.
Die CDU Hamburg kritisierte die Senatsbilanz zum Straßenbaumbestand scharf. Demnach übertrage sich ein vermeintlicher Erfolg nur begrenzt auf den tatsächlichen Zustand des Stadtgrüns. Sandro Kappe, umweltpolitischer Sprecher der CDU, wies darauf hin, dass seit dem Amtsantritt des grünen Umweltsenators im Jahr 2015 insgesamt 3.888 gefällte Straßenbäume nicht ersetzt wurden. Würde man Bäume auf privaten Grundstücken und in öffentlichen Anlagen mitzählen, würde der Rückgang des Grüns sogar knapp 30.000 Bäume in den vergangenen 10 Jahren umfassen.
Auffällig ist: Die Zahl der angeordneten Ersatzpflanzungen auf Privatgrundstücken übersteigt regelmäßig die Zahl der genehmigten Fällungen. Grund dafür ist die Baumschutzverordnung, die je nach Größe und Zustand des gefällten Baumes mehrfache Ersatzpflanzungen vorschreibt.
Nicht alle Bäume wachsen an
Trotz sorgfältiger Pflanzung schlugen im letzten Jahr 22 Bäume nicht an. Diese wurden im Rahmen der Gewährleistung 2025 ersetzt. Alle neuen Bäume werden durch die ausführenden Firmen drei Jahre lang gepflegt – geregelt über die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB).
Für die Pflege des Baumbestandes – darunter Bewässerung, Rückschnitt und allgemeine Unterhaltung – wurden 2024 über 1 Million Euro aufgewendet. Der Großteil der Kosten bei Neupflanzungen entsteht dabei nicht durch die Bäume selbst, sondern durch Bodenarbeiten, Entsorgung und Verkehrssicherungsmaßnahmen.
Altona investiert spürbar in die Pflege und den Erhalt seiner Straßenbäume. Dennoch bleibt die Herausforderung groß: Pflegeaufwand, Nachpflanzungen und die Kontrolle privater Ersatzmaßnahmen erfordern Personal, finanzielle Mittel und zunehmend auch technische Unterstützung. Die Bezirksversammlung Altona wird die Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten, darauf wies auch die Bezirksabgeordnete von Criegern hin.


