Die Situation beschäftigt Politik und Verwaltung seit Langem. Gleichzeitig ist bereits einiges auf den Weg gebracht worden. Mit dem geplanten Social Hub entsteht ein wichtiger neuer Anlaufpunkt für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Auch die sozialen Träger leisten jeden Tag wertvolle Arbeit. Dennoch bleibt der Handlungsbedarf groß. Solange die Menschen im Alltag keine spürbare Verbesserung wahrnehmen, muss die Debatte weitergeführt werden.

Dazu Oliver Schmidt, Co-Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion Altona: „Jeder kennt die Situation am Bahnhof Altona. Fast jeder hat dort schon einmal eine belastende Erfahrung gemacht. Wir können nicht einfach darauf warten, dass sich mit dem Umzug des Fernbahnhofs irgendwann alles von selbst erledigt. Solange die Probleme Tag für Tag sichtbar sind, müssen wir bestehende Maßnahmen immer wieder auf den Prüfstand stellen, weiterentwickeln und dort nachschärfen, wo sie noch nicht ausreichen.“

Mit ihrem Antrag fordert die SPD-Fraktion, die bestehenden Maßnahmen rund um den Bahnhof Altona konsequent weiterzuentwickeln und dort nachzusteuern, wo sie bislang nicht die gewünschte Wirkung entfalten. Die Sozialbehörde soll darlegen, wie bestehende und geplante Hilfsangebote für obdachlose und suchtkranke Menschen aufgrund der anhaltenden Belastung weiterentwickelt und noch besser mit Maßnahmen für mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit verzahnt werden können. Bezirk, Stadt, Deutsche Bahn, Gewerbetreibende und soziale Träger müssen ihre Maßnahmen besser aufeinander abstimmen und gemeinsam dafür sorgen, dass die Menschen rund um den Bahnhof endlich eine spürbare Verbesserung erleben.  

Menschen, die Hilfe brauchen, müssen sie bekommen. Platzverweise aus dem Raum der Öffentlichkeit löst das Leid der Betroffenen nämlich nicht, sondern verlagert die Sichtbarkeit des Elends nur an andere Stellen. Gleichzeitig haben alle das Recht auf einen öffentlichen Raum, in dem sie sich wohl und sicher fühlen können. Beides gehört zusammen. Solange die Probleme am Bahnhof Altona für tausende Menschen jeden Tag sichtbar sind, werden wir dieses Thema immer wieder auf die Tagesordnung setzen und darauf drängen, dass aus Ankündigungen endlich spürbare Verbesserungen werden“, so Schmidt abschließend.