Die Gesellschaft für ökologische Planung e.V. (GÖP) und die Initiative NaturErleben Klövensteen haben eine 28-seitige fachlich fundierte Stellungnahme zur geplanten Ausweisung der Rissen Sülldorfer Feldmark als Windvorranggebiet vorgelegt. Darin fordern sie die zuständigen Fachbehörden auf, die aufgeführten ökologischen, rechtlichen und planerischen Bedenken im offiziellen Prüfverfahren umfassend zu berücksichtigen.
Die Rissen Sülldorfer Feldmark liegt vollständig im Landschaftsschutzgebiet und grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet Schnaakenmoor, das größtenteils auch Natura 2000-Gebiet ist. Der Bau von bis zu acht Windkraftanlagen mit 250 Metern Höhe würde nicht nur das Landschaftsbild und die Erholungsfunktion massiv beeinträchtigen, sondern auch den Lebensraum streng geschützter Arten wie Rotmilan, Rohrweihe, Uhu und Weißstorch gefährden, meinen die Verfasser.
Das Vorhaben widerspräche den Zielen des Landschaftsprogramms Hamburg, der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des Bebauungsplans Rissen 44 / Sülldorf 18 / Iserbrook 26, der ausdrücklich den Erhalt der offenen Kulturlandschaft festschreibt. Zudem gehöre die Fläche zum Regionalpark Wedeler Au, in dem besonders Naturschutz und Naherholung gefördert werden sollen, führen die Naturschutzinitiativen an.
"Wir hoffen damit einen Beitrag zu leisten, dass beim geplanten Ausbau der Windenergie-Nutzung in Hamburg die Natur nicht unter die Räder kommt" erklären Jörn Steppke (Naturerleben Klövensteen) und Kai Schmille (GÖP).
Die unterzeichnenden Organisationen fordern die Stadt Hamburg auf, die Rissen-Sülldorfer Feldmark dauerhaft als Landschaftsschutzgebiet zu erhalten und nicht für industrielle Nutzung freizugeben. Die Stellungnahme ist unter www.naturerleben-kloevensteen.de abrufbar.

