Blankenese (11. September 2017, Markus Krohn) · Es kommt einem vor wie „Bürgerkrieg light“: Nach der Ankündigung der IG Marktplatz Blankenese um Jutta von Tagen, ein neues Bürgerbegehren gegen die Planungen des Arbeitskreises Ortskern Blankenese anzustrengen, herrscht hektisches Chaos in dem ehemaligen Fischerdorf. Dabei klang es in den letzten Jahren immer so, als wären sich „die Blankeneser“ nach dem Tiefgaragen-Debakel von 2008 endlich einig, der Bezirk sorgte für die Finanzierung aus Steuermitteln. Doch nach fünf Jahren Bürgerbeteiligung steht die erfolgreiche Umsetzung der Planung in den Sternen, auch wenn der erste Bauabschnitt bereits beauftragt ist, die Bagger ab dem 25. September vor dem so genannten Martiniblock mit der Umsetzung beginnen. Doch die Fronten zwischen der AG Ortskern Blankenese und der neuen Initiative sind verhärtet, Gespräche zwischen den beiden Seiten brachten keinerlei Ergebnisse.
Immerhin setzt sich der Arbeitskreis aus Delegierten unterschiedlicher Interessengruppen in Blankenese zusammen, die ursprüngliche Idee für die Umgestaltung des Marktplatzes zu einem offenen Platz als Treffpunkt der Blankeneser kam von Blankeneser selbst. Auch viele derjenigen, die jetzt mit einem Bürgerbegehren die Bauarbeiten stoppen wollen, waren an den Workshops beteiligt. Daher verstehen diejenigen, die sich seit fünf Jahren ehrenamtlich im Arbeitskreis Ortskern Blankenese für ihren Stadtteil engagieren, den Gegenwind bis zur völligen Ablehnung der gegenwärtigen Planung nicht.
Auch ein ehemaliger Wegbegleiter Monika Lühmanns, Wolf-Dieter Hauenschild, der gemeinsam erfolgreich mit ihr gegen die Süllberg-Bebauung gekämpft hatte, versucht mit einem offenen Brief die erfahrene Aktivistin zu besänftigen. Hauenschild legt Lühmann nahe, den Antrag auf Bürgerbegehren zurück zu ziehen und sich an der Planung der weiteren Bauabschnitte zu beteiligen. Auch die wesentlich an der Planung beteiligten Quartiersmanagerinnen und der Vorstand der Blankenese Interessen-Gemeinschaft (BIG) der Geschäftsleute appellieren an die Blankeneser, sich an dem Bürgerbegehren nicht zu beteiligen.
Für ein erfolgreiches Zustandekommen eines Bürgerbegehrens müssten die Vertrauensleute knapp 6.000 Unterschriften sammeln. Allein von den Blankeneser wird dies wahrscheinlich nicht gelingen. Also müssten auch Einwohner aus anliegenden Stadtteilen wie Rissen, Sülldorf oder Nienstedten ihre Unterschrift leisten, womöglich sogar Luruper oder Bahrenfelder… – eine komische Vorstellung, dass ausgerechnet Blankeneser nicht mehr allein über ihr Schicksal bestimmen können.
Zum Aufruf des Arbeitskreises Ortskern Blankenese
Zum offenen Brief von Wolf-Dieter Hauenschild
Zur Antwort von Monika Lühmann
Zum zweiten offenen Brief von Wolf-Dieter Hauenschild
Zur Antwort auf die Antwort von Monika Lühmann
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Rissen (2. Juli 2026, Markus Krohn) · Majestätisch breiten sie ihre lautlosen Schwingen aus und gleiten elegant durch die Lüfte. Wer den größten Beutegreifern unserer Wälder schon immer einmal ohne störende Gitterstäbe direkt in die leuchtend orangenen Augen schauen wollte, bekommt nun eine einmalige Gelegenheit dazu. Nach vierjähriger Wartezeit lockt eine spektakuläre, neue Anlage, die nicht nur echte Naturfreunde ins Schwärmen bringt, sondern auch alte Streitigkeiten um Baugeldfragen in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt. Ein Besuch verspricht unvergessliche Gänsehautmomente.
Babyboom im Wildgehege Klövensteen

Bingo-Nachmittag im Seniorenkreis Sülldorf – Gemeinsam spielen und genießen

Sülldorf: Kampf um den historischen S-Bahnhof

Sülldorf (6. Juli 2026, Markus Krohn) · Ein einzigartiges Stück Hamburger Verkehrsgeschichte steht vor dem Aus. Wo heute noch per Hand die Weichen gestellt werden, sollen bald Bagger anrollen und Platz für tonnenschweren Beton und neue Barrieren schaffen. Doch die ansässigen Bürger wollen ihr historisches Bahnhofsgebäude nicht kampflos aufgeben. Mit kreativen Visionen und politischer Unterstützung startet nun der vielleicht letzte Versuch, das Herzstück des Stadtteils vor der Abrissbirne zu retten. Gelingt hier der große Wurf für die Gemeinschaft oder siegen am Ende die wirtschaftlichen Interessen der Bahn?
Iserbrook: Klanggewaltiger Lobgesang in der Martin-Luther-Kirche

Iserbrook (15. Juni 2026, Markus Krohn) · Wenn sich drei stimmgewaltige Chöre, ein ambitioniertes Orchester und herausragende Solisten zusammentun, um ein monumentales musikalisches Werk aufzuführen, darf man Großes erwarten. Doch was sich am vergangenen Samstagabend in der vollbesetzten Kirche abspielte, sprengte selbst hohe Erwartungen und bescherte den Zuhörern ein klangliches Feuerwerk der Extraklasse. Wer nicht dabei war, hat zweifellos ein absolutes Highlight verpasst.
Vom Monte Argentario auf den Grill: Die Salsiccia der Brüder Picchianti erobert Hamburg

Iserbrook (28. Januar 2026, Markus Krohn) · Zwischen den dramatischen Klippen des Monte Argentario und dem pulsierenden Norden Hamburgs spannt sich die Geschichte von Gianluca und Massimiliano Picchianti: Mit der handwerklichen Kunst ihrer toskanischen Heimat kreieren sie in Iserbrook eine Salsiccia, die weit mehr ist als nur eine Wurst – ein Stück mediterraner Lebensart, kräftig gewürzt mit Fenchel, Knoblauch und Kräutern. In vierter Familiengeneration, ohne künstliche Zusatzstoffe und mit höchsten Qualitätsansprüchen produzieren sie rund 8.000 Kilo pro Jahr – und haben damit nicht nur Feinschmecker, sondern auch zahlreiche Gastronomen in der Hansestadt überzeugt. Traditionsreich, aromatisch und vielseitig einsetzbar ist ihre Salsiccia ein Genuss, der Lust macht auf mehr als nur Grillabende und Pastagerichte.
Raubüberfall auf Seniorin in Osdorf

Osdorf (9. Juli 2026, Konrad Matzen) · Ein friedlicher Spaziergang am helllichten Tag, der in einem plötzlichen Albtraum endet: Für eine hochbetagte Anwohnerin wurde dieser Schrecken am gestrigen Mittwoch bittere Realität. Mitten im vertrauten Viertel schlug ein Krimineller aus dem Nichts zu, verletzte sein wehrloses Opfer und entkam spurlos mit der Beute. Doch dieser Vorfall war an jenem Mittag erschreckenderweise nicht der einzige seiner Art in Hamburg. Wie gehen solche Täter vor, und wer hat in der Umgebung etwas Auffälliges beobachtet?
Parkchaos in Nienstedten beendet

EXKLUSIV Nienstedten (9. Juli 2026, Markus Krohn) · Ein idyllischer Marktplatz, gepflegte Reetdachhäuser und die unmittelbare Nähe zum Elbstrand locken unzählige Ausflügler an – doch genau diese Beliebtheit wurde für die Anwohner zunehmend zur echten Belastungsprobe. Rücksichtslose Autofahrer gefährdeten nicht nur Fußgänger, sondern drohten auch die wertvolle Bausubstanz jahrhundertealter Bauwerke nachhaltig zu beschädigen. Monatelang schienen alle Hilferufe an die Verwaltung zu verhallen. Doch nun hat das Engagement des Stadtteilpolizisten endlich für Abhilfe gesorgt und dem Viertel sein beschauliches Leben zurückgegeben. Darum müssen sich Ausflügler jetzt umstellen.
Neuer Wehrführervertreter bei der Freiwilligen Feuerwehr Nienstedten

Pferdesportler aus der ganzen Welt in Hamburg

Klein Flottbek (13. Mai 2026, PM) · 441 Pferde und Reiter aus mehr als 30 Nationen haben sich zum Al Shira'aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby in Hamburg angekündigt, die Vorbereitungen sind im Schlusssprint, die Anreise in vollem Gang. „Wir freuen uns, dass es morgen losgeht!“, erklärt Turnierchef Matthias Rath. „Es ist richtig schön, dass wir so viele Nationen am Start haben“, erklärt Rath. Reiter aus 24 Nationen haben sich für die Springprüfungen gemeldet, 14 für die Dressur, mit Überschneidungen sind so knapp über 30 Nationen im Derby-Park vertreten. „Das finde ich einfach toll, Reiter und Gäste aus nahezu der ganzen Welt in Hamburg empfangen zu dürfen.“
Festnahmen nach Messerangriff auf 13-Jährigen in Groß Flottbek

Groß Flottbek (30. März 2026, Konrad Matzen) – Ein brutaler Angriff am helllichten Tag erschüttert den Hamburger Westen: Ein 13-Jähriger ringt nach einer Messerattacke mit dem Leben, während die Polizei mit einem Großaufgebot nach den Tätern fahndet. Zwei Jugendliche sind inzwischen gefasst – doch viele Fragen bleiben offen.
Hochrad-Schüler erradeln Kilometer-Rekord!

Othmarschen (9. Juli 2026, Konrad Matzen) · Sintflutartiger Regen und unerbittliche Hitze konnten sie nicht stoppen: Die Schüler des Gymnasiums Hochrad haben beim diesjährigen Hamburger Stadtradeln unglaublichen Kampfgeist bewiesen. Mit einem beispiellosen Kraftakt am allerletzten Tag lieferte sich die ehrgeizige Schulgemeinschaft nicht nur ein schulinternes Herzschlagfinale der Extraklasse, sondern mischte auch das stadtweite Klassement gehörig auf. Wie wenige Kilometer am Ende über Sieg und Niederlage entschieden und wer sich letztlich die Krone auf dem Sattel aufsetzte, lesen Sie in unserer großen Nachlese.
Lighthouse: »Unsichtbares sichtbar machen«

KI rekonstruiert Moleküle aus Explosionsfragmenten

Elbchaussee-Ost: Freigabe ab Dienstag

Ottensen (9. Juli 2026, Konrad Matzen) · Endlich ist Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Wer in den letzten Monaten im Hamburger Westen unterwegs war, brauchte vor allem eines: starke Nerven und viel Geduld im Stau. Doch nun gibt es für leidgeprüfte Autofahrer und Anwohner einen echten Grund zum Aufatmen. Ein entscheidender Etappensieg bei der gewaltigen Sanierung einer der bekanntesten Verkehrsadern der Hansestadt ist geglückt und verspricht eine lang ersehnte, wenn auch vorerst temporäre Entlastung. Was ab der kommenden Woche gilt, welche Arbeiten im Hintergrund noch auf Hochtouren laufen und worauf sich Pendler im weiteren Verlauf einstellen müssen.
Lang lebe der Elektrolyseur






