Blankenese (12. Dezember 2025, Markus Krohn) · Es geht los: Auf dem Dockenhuden rollen die Bagger, um die Leichtathletikanlage auf dem Sportplatz Dockenhuden zu sanieren. Der Platz ist bis auf Weiteres gesperrt.
Der Marode Zustand der Sportanlage sorgte jahrelang für Kritik – insbesondere die Laufbahn und Leichtathletikflächen auf dem Gelände zwischen Schenefelder Landstraße und Simrockstraße waren in schlechtem Zustand und kaum noch nutzbar.
Dringender Handlungsbedarf nach Jahren des Sanierungsstaus
Nutzer der Anlage sind die Spielvereinigung Blankenese und die FTSV Komet Blankenese sowie örtliche Schulen. Vereinstrainings, Schulsport und Wettkämpfe waren zunehmend erschwert. Auch die DorfStadt-Zeitung berichtete mehrfach über bewachsene und vermatschte Abschnitte, die eine Nutzung unmöglich machte.
Auch Hochsprung-, Weitsprung- und Kugelstoßanlagen galten als veraltet oder gefährlich. Der fehlende zeitgemäße Belag und defekte Bereiche erhöhen das Verletzungsrisiko und schränken die tägliche Nutzung ein. Bezirkpolitiker und Sportler schlagen seit Jahren Alarm und fordern eine zügige Sanierung, die über kleinere Reparaturen weit hinausgeht.
Der Weg zur Sanierung – lang
Zuletzt beriet die Bezirksversammlung Altona im Herbst 2024 und Frühjahr 2025. Unklare oder fehlende Zuständigkeiten führten zu jahreslanger Verzögerung. Inzwischen kamen Verwaltung und das Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau zu dem Schluss, dass eine reine Reparatur wirtschaftlich nicht sinnvoll sei. Stattdessen wird nun eine Modernisierung der gesamten Leichtathletikanlage vorgenommen, einschließlich eines neuen Belags für die Rundlaufbahn – weg vom alten Tennenbelag hin zu einem zeitgemäßen Kunststoffbelag – sowie der Erneuerung der zugehörigen Sportgeräte und Bereiche. Bei der Vorbereitung stellten die Planer zudem ein Gefälle zwischen den beiden Laufbahnen von über 60 Zentimeter fest, das gleichzeitig mit der Sanierung durch Ebnen der Fläche beseitigt werden soll. Das jedoch bedingt eine Neugestaltung des Rasenplatzes inklusive Drainage.
Reaktionen aus den Vereinen
Aus Sicht der Vereine ist die Sanierung nicht nur eine Frage der Sportinfrastruktur, sondern auch eine soziale und stadtentwicklungspolitische: Eine moderne Leichtathletikanlage fördere die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, stärke lokale Vereine als Treffpunkte und sei ein Zeichen dafür, dass Hamburg die dezentrale Sportinfrastruktur ernst nimmt.
Vertreter von Komet Blankenese und SV Blankenese hatten noch im Sommer darüber beraten, ob zusätzlich eine Flutlichtanlage auf dem Platz installiert werden sollte. Damit hätten die Trainingszeiten vor allem im Spätsommer und Herbst ausgeweitet werden können. Die Kosten in Höhe von etwa 100.000 Euro hätten die Vereine aber selbst schultern müssen – zu viel.
Jetzt hoffen die Vereine auf gutes Wetter, sodass die Arbeiten unterbrechungsfrei ausgeführt werden können und die Plätze somit im späten Frühjahr 2026 wieder für den Vereinssport zur Verfügung stehen. Die Jugendfußballer von Komet Blankenese planen für Anfang Juni 2026 den Elbe-Cup.


