Kaum hatte das Trio der alten Dame das Portemonnaie entrissen, reagierten die Passanten blitzschnell. Sie riefen sofort die Polizei und liefen den Dieben hinterher, die offenbar gemeinsam am Werk waren und versuchten, sich in Richtung Hessepark aus dem Staub zu machen. Ein 39-jähriger Zeuge war besonders schnell auf den Beinen und konnte die flüchtenden Täter tatsächlich wenig später stellen. Aber anstatt aufzugeben, wurden die Burschen  aggressiv: Sie bedrohten den Verfolger und bewarfen ihn sogar mit Gegenständen, sodass er gezwungenermaßen die Jagd abbrechen musste.

Zum Glück merkte ein anderer Fußgänger, dass da bei dem Trio, das im Bereich des Sülldorfer Kirchenwegs hastig vor der Polizei floh, etwas nicht stimmte. Auch er zögerte keine Sekunde und griff zum Handy, um den Notruf zu wählen. Weil er die Verdächtigen sehr genau beschreiben konnte, schnappte die Falle zu. Die Einsatzkräfte, die wegen der ersten Notrufe ohnehin schon auf Hochtouren fahndeten, entdeckten die drei Jugendlichen bei einem Supermarkt am Sülldorfer Kirchenweg und nahmen sie vorläufig fest:

Drei Teenager im Alter von 15, 15 und 16 Jahren. Nach den erkennungsdienstlichen Maßnahmen auf der Wache wurden die Jungen wieder entlassen oder direkt ihren Eltern übergeben. Die Ermittlungen haben jetzt die Beamten vom Altonaer Raubdezernat übernommen. Wegen der Drohungen und Würfe gegen den Zeugen geht es nämlich nicht mehr nur um einfachen Diebstahl, sondern um den Verdacht des räuberischen Diebstahls. Da haben sich die drei wirklich richtig Ärger eingebrockt.