Groß Flottbek/Othmarschen (25. Januar 2024, PM) · Othmarschen ist seit Jahren eine Großbaustelle. Nun hat das Bezirksamt Altona eine weitere Baumaßnahme angekündigt: Die Reventlowstraße soll zwischen der Jungmannstraße im Norden und Klein Flottbeker Weg im Süden ab Ende März zu Gunsten des Rad-, Fuß- und Busverkehrs umgebaut werden. Die Maßnahme setzt den Einzelhandel in der Waitzstraße massiv unter Druck: Läden und Geschäfte leiden hier schon seit Jahren unter den vorhandenen Baustellen, mit der neuen Baumaßnahme überschreitet das Bezirksamt final eine Belastungsgrenze.
“Eine weitere Baustelle rund um die Waitzstraße ist in Anbetracht der insgesamt schwierigen Situation eine Katastrophe für den Einzelhandel vor Ort. Der Umbau der Reventlowstraße ist eine rein ideologische Entscheidung: Der Radverkehr soll verbessert werden – und zwar auf Kosten der Geschäfte vor Ort. Die Waitzstraße kämpft seit Jahren tapfer und erfolgreich dafür, trotz der vielen Baumaßnahmen, trotz Inflation und Online-Handel eine lebendige Einkaufsmeile zu bleiben, allerdings gibt es schon erste Leerstände. Schon bei der belastenden Baumaßnahme für die Fernwärme haben wir uns für eine schonende unterirdische Bauweise eingesetzt. Wie sollen die Kunden denn in die Waitzstraße kommen, wenn die Zu- und Abfahrt jetzt von allen Seiten erschwert bzw. unmöglich gemacht wird? Das Vorgehen des Bezirksamts Altona ist absolut inakzeptabel“, so Sven Hielscher, Vorsitzender der CDU-Fraktion Altona.
„Die Reventlowstraße ist nicht nur ein wichtiger Zubringer für die Waitzstraße, sondern auch für die Auffahrt Othmarschen auf die A7. Altona ist u.a. mit der Überdeckelung der Autobahn, dem Bau der Fernwärmeleitung und dem Umbau der Elbchaussee seit Jahren eine Großbaustelle. Kaum ist die Elbchaussee für ein Jahr befahrbar, legt das Bezirksamt den Verkehr an anderer Stelle lahm. Diese Entscheidung zeigt, dass es das Amt sich überhaupt nicht mit der wirtschaftlichen Lage der Geschäfte und Betriebe in Altona befasst. Dem Handel in der Waitzstraße und den Altonaerinnen und Altonaern sollten keine weiteren Belastungen zugemutet werden – die Situation ist insgesamt schon angespannt genug. Der Senat sollte im Blick haben, dass Stadtteile funktionieren – und sie nicht allmählich lahmlegen,“ so Anke Frieling, Wahlkreisabgeordnete für Altona West.


