Vom Marktstand zum ersten Laden
Gegründet hat sie ihr Ladengeschäft 1997 – als Quereinsteigerin, Mutter zweier Töchter und ehemalige Food-Redakteurin. Das Abenteuer Selbständigkeit begann jedoch bereits ein Jahr zuvor: „Ich habe damals selbst gestrickt, meine Partnerin genäht. Irgendwann sind wir auf die Idee gekommen, einen Stand auf dem Ökomarkt in Blankenese zu mieten. Das konnten wir parallel zu den Kindern machen“, erzählt sie. Ein Marktstand von drei mal vier Metern, das Auto vollgepackt mit Aufbautischen, Schirmgewichten und Ware, im Winter oft halb eingefroren. „Das muss man lieben, um es durchzuziehen“, sagt sie heute lachend. Schließlich beschlossen sie, den Stand aufzugeben und in ein Ladengeschäft zu wechseln.
Wachstum, Team und Sortiment
Der erste Laden war klein, nur 30 Quadratmeter in der Seestraße, später ein etwas größerer am Beseler Platz. Heute ist „Salima“ in der Waitzstraße 160 Quadratmeter groß. „Wenn mir jemand am Anfang gesagt hätte, ich mache einen Laden in dieser Größe, hätte ich gesagt: Geht’s noch?“ Veronika Glaab-Post beschäftigt acht Mitarbeitende, die fachkundig, engagiert und mit viel Freude den Laden am Laufen halten. Gemeinsam testen sie Spiele, probieren Produkte aus und bewerten Neuheiten. So entsteht eine vielfältige, liebevoll zusammengestellte Mischung aus Plüschtieren, Büchern, Brett- und Outdoorspielen. Neben Angeboten für Kinder umfasst das Sortiment auch Spiele und Geschenkideen für Erwachsene – stets ausgewählt nach dem Prinzip: Klasse statt Masse.
Beratung, Inspiration und Fachwissen
Was macht den Erfolg des Ladens aus? „Sicherlich spielt die engagierte Beratung, die wir leisten, eine große Rolle. Außerdem sind wir immer auf der Suche nach Neuem, das macht uns wohl aus.“ Regelmäßig reist Veronika Glaab-Post auf Messen, etwa nach Nürnberg, stöbert auf Fachveranstaltungen und tauscht sich mit Kolleginnen und Kollegen im gesamten deutschsprachigen Raum aus. Sie ist aktiv im „Arbeitskreis richtiges Spielzeug“ (ARS) und hat dort auch beim Aufbau des Online-Marktplatzes „Richtig gutes Spielzeug“ mitgewirkt. Der Austausch mit anderen Fachhändlern ist für sie essenziell: „Es ist wie ein enger Freundeskreis. Wir helfen uns gegenseitig, teilen Wissen und neue Ideen.“
Krisen meistern – auch in Pandemiezeiten
Natürlich, räumt sie freimütig ein, hat sie als Selbständige immer wieder Zweifel, ob alles gut geht. Gerade während der Pandemie musste sie wie viele andere kämpfen. Gemeinsam im Team und in der Arbeitsgemeinschaft entstanden Ideen, wie das Online-Geschäft weiterentwickelt werden konnte – mit Erfolg. „Salima“ hat nicht nur Corona überstanden, sondern steht heute auf soliden Beinen.
Eine feste Größe im Hamburger Westen
Trotz Herausforderungen wie Wirtschaftskrisen, Online-Konkurrenz oder Baustellen in der Straße gilt „Salima“ heute als feste Größe im Hamburger Westen. „Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich einen Laden in dieser Größe führen werde, hätte ich gelacht“, erinnert sie sich. Doch mit Ausdauer, Leidenschaft und einem loyalen Team hat sie es geschafft.
Blick nach vorne
Für die Zukunft wünscht sich Veronika Glaab-Post vor allem Stabilität: ein funktionierendes Team, Freude an der Arbeit und weiterhin die Möglichkeit, neue Spielideen zu entdecken. Eine Nachfolgerin aus der Familie gibt es nicht – und das ist für sie in Ordnung. „Solange ich neugierig bleibe, es Spaß macht und ich gesund bin, mache ich weiter“, sagt sie.
Salima Kinderschätze
Waitzstraße 21
Tel.: 82 27 98 46
www.salima-hamburg.de

