Das gab die Grüne Bürgerschaftsabgeordnete Filiz Demirel bekannt. Auch der sozialdemokratische Bürgerschaftsabgeordnete Frank Schmitt war an der Lösungsfindung beteiligt. Laut heutiger Pressemitteilung sei es unstrittig, welchen hohen Stellenwert das Café vor Ort einnimmt. "Das Café Osborn ist eine Institution vor Ort für soziale Teilhabe mit niedrigen Preisen - aber auch mit den Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose. Denn so können langzeitarbeitslose Menschen wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen. Umso schöner, dass wir durch die Gespräche auf bezirks- und landespolitischer Ebene für eine nachhaltige und langfristige Lösung gesorgt haben. Als Abgeordnete des Wahlkreises freut uns dieses positive Ergebnis besonders für den Erhalt solch wichtiger Institutionen im Stadtteil! Mit der Finanzierung bis 2028 sind wir nun einen großen Schritt in Richtung Hamburgs soziale Infrastruktur finanziell auskömmlich auszustatten gegangen. So kann auch weiterhin der große soziale, integrative und gesellschaftliche Wert bei den Menschen und im Viertel ankommen. Eine Win-WinSituation für alle Beteiligten.“ lassen sich die beiden Abgeordneten zitieren.
Das Café OSBORN53 ist ein Teilprojekt im Bürgerhaus Bornheide. In dem Café gibt es täglich wechselnde Mittagsangebote, leckere Snacks am Nachmittag und hausgemachten Kuchen zum Kaffee zu günstigen Preisen. Hier sollen Menschen mit geringem Einkommen günstig essen gehen können. KoALA als Träger des Café OSBORN53 fördert Menschen, die schon länger arbeitslos sind und sich einen niedrigschwelligen Einstieg ins Arbeitsleben wünschen. Nicht zuletzt dient das Café der Vernetzung von Nachbarn im Stadtteil. Wer das Projekt fördern möchte, kann mit einem Solidarbeitrag beim Essen das Solidarprinzip unterstützen.
Nach unbestätigten Angaben soll die Finanzierung zunächst durch bezirkliche RISE-Mittel sowie durch Mittel aus dem ESF-Programm gesichert werden. Filiz Demirel freute sich, dass nun Zeit gewonnen sei, ein Konzept für eine langfristige Finanzierung des Angebotes zu entwickeln, das ab 2029 für eine Fortführung im Rahmen des Bürgerhauses Osdorf sorgen kann. Demirel liegt vor allem daran, Langzeitarbeitslose über solche und ähnliche Projekte zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Das sei ein erfolgversprechendes Konzept für diese Menschen und auf längere Sicht günstiger als die Zahlung von Arbeitslosengeld.
Karsten Strasser, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE Altona hatte sich vehement für eine zügige Lösung eingesetzt und freute sich über diese Nachricht für die Menschen im Stadtteil: „Die Rettung des Café OSBORN53 ist ein großer Erfolg buchstäblich in letzter Minute. Ohne den monatelangen engagierten Kampf vieler Bewohner:innen des Osdorfer Borns und des Stadtteilbeirats Borner Runde wäre das kaum möglich gewesen. DIE LINKE hat dieses Engagement mit Veranstaltungen vor Ort und Anträgen in der Bezirksversammlung konsequent unterstützt. Wir fordern jetzt den rot-grünen Senat auf, im Doppelhaushalt 2027/2028 zusätzliche Fördergelder bereitzustellen, die von den Bezirken abgerufen werden können, um die zahlreichen anderen existenziell bedrohten Sozialprojekte in den Quartieren abzusichern.“


