Osdorf (5. November 2025, Jakob Schreiber) · Zugegeben, alle Bagger sind noch nicht verschwunden – weil noch einige Erdarbeiten verrichtet und Steine verlegt werden müssen. Trotzdem wurde am Mittwochvormittag der neue Hamburger Bundesstützpunkt Hockey am Hemmingstedter Weg feierlich eröffnet. Reichlich „Prominenz“ aus Sport und Politik waren zu Gast, als die Anlage, für die eine Freiluft-Halle mit Sprintbahn, ein Kunstrasen-Großspielfeld sowie ein Funktionsgebäude mit Kraft-, Trainings-, Büro- und Seminarräumen neu gebaut wurden, ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Als Präsidentin des Hamburger Hockey-Verbandes schlüpfte Katrin Sattelmair in die Rolle der Moderatorin und führte durch die Veranstaltung. Die 58-Jährige erinnerte daran, dass früher, als sie in ihrer Jugend erstmals zum Schläger griff, „Berlin und Köln die Hockey-Hochburgen in Deutschland waren“. Doch die Zeiten hätten sich geändert. „Mittlerweile hat auch Hamburg zahlreiche Nationalspieler und Olympiasieger hervorgebracht und wir sind eine echte Hockey-Hochburg.“ Dies erkannte auch Henning Fastrich, der sich als „einen heute sehr glücklichen Präsidenten des Deutschen Hockey-Bundes“ vorstellte, an. „In Hamburg wird der Hockey-Sport gelebt“, so Fastrich, der über die neue Anlage sagte: „Wir haben einen Meilenstein gesetzt – im Ausland wird überall aufgerüstet, aber wir sind mit unserem Projekt weit vorne.“

Sattelmair und Fastrich erklärten, dass im neu geschaffenen Stützpunkt „zukünftig bis zu 50 Bundeskaderathleten und etwa 150 Landeskaderathleten trainieren werden“, womit mehr als ein Viertel aller Bundeskaderathleten in Hamburg-Osdorf ihre sportliche Heimat finden. „Hier wurde mit großem Engagement der Stadt Hamburg, des Bundes und vielen helfenden Händen etwas Großartiges geschaffen, das dem Hockeysport in ganz Deutschland zugutekommen wird“, urteilte Fastrich, der zudem feststellte: „Hamburg ist bereit für Olympia.“

Diese Worte dürften auch dem Hamburger Innen- und Sportsenator Andy Grote gut gefallen haben, der ebenfalls auf die Bühne gebeten wurde. Er erinnerte zurück an den ersten Spatenstich auf der Anlage und stellte fest: „Wir haben hier einen Meilenstein im Bereich Leistungs- und Spitzensport gesetzt und einen Quantensprung vollzogen.“ In den vergangenen Monaten seien „moderne und wetterunabhängige Trainingsbedingungen geschaffen worden“, so Grote, der vermutete: "In der kälteren Jahreszeit werden wir sicher häufig Besuch aus anderen Bundesländern bekommen.“ Hockey liege dem Hamburger Senat „besonders am Herzen“, betonte Grote: „Hockey gehört nicht nur zu unserer sportlichen Identität, sondern insgesamt zu unserer Identität – und wir konnten den Hockeysport mit dieser Anlage auf eine sehr solide Grundlage stellen.“

Josephine Burth als zuständige Referatsleiterin in der Abteilung Sport des Bundesministeriums des Innern und für Heimat fügte hinzu: „Der Leistungssport braucht Orte, an denen sich Talent und Teamgeist entfalten können und die Sportler beste Bedingungen vorfinden, um ihr Talent entfalten zu können.“ Genau ein solcher Ort sei auf der Anlage, die vom Vogt-Groth-Weg 31 aus erreichbar ist, geschaffen: „Und sie wird nicht nur Hamburg, sondern ganz Deutschland zugutekommen“, urteilte Burth. Zudem lobte die Referatsleiterin ausdrücklich „die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ aller Beteiligten und stellte zufrieden fest: „Der Bau ist am Ende unter den veranschlagten Kosten geblieben – dass so etwas noch möglich ist, ist ein schönes Zeichen.“

Jens Kerkhoff, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Hamburg GmbH (GMH), stellte mit Blick auf die Freilufthalle, das Kunstrasenfeld und das Funktionsgebäude fest: „Hier ist sportliche Exzellenz mit städtebaulicher Bedeutung zusammen gekommen.“ Die Aufgabe seiner GMH sei es, „die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Sportler zu schaffen“, was in diesem Fall „hervorragend gelingen“ sei. An die Stelle des bisherigen Leistungszentrums am Rotherbaum, das „in die Jahre gekommen war und die heutigen Anforderungen nicht mehr erfüllen konnte“, so Kerkhoff, würde nun „eine neue Anlage treten“, so Kerkhoff, der abschließend betonte: „Wir wünschen allen, die hier ihre sportlichen Träume erfüllen wollen, viel Erfolg.