Osdorf (5. Juni 2026, Markus Krohn) · Wie kann man jungen Menschen am Osdorfer Born noch besser helfen? Selbst soziale Einrichtungen wie das DRK Zentrum stoßen an finanzielle Grenzen. Davon konnte sich die LINKE Bundestagsabgeordnete persönlich vor Ort überzeugen. Dabei schloss sie sich der Forderung nach einer verlässlichen Finanzierung der Jugendarbeit am Born an.
Die Bundestagsabgeordnete Cansu Özdemir hat das DRK-Zentrum Osdorfer Born besucht, um sich ein Bild von der sozialen Situation von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil zu machen. Im Mittelpunkt standen dabei die zunehmenden Herausforderungen, mit denen Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit konfrontiert sind.
Auslöser für den Termin war unter anderem die öffentliche Diskussion über steigende Zahlen von jungen Menschen, die auf Unterstützung bei der täglichen Versorgung angewiesen sind. Mitarbeitende des Zentrums berichten seit längerem von einer Entwicklung, die sich auch in anderen Teilen Hamburgs abzeichnet: Familien geraten stärker unter finanziellen Druck, während gleichzeitig der Bedarf an niedrigschwelligen Hilfsangeboten wächst.
Im Austausch mit den Verantwortlichen wurde deutlich, dass Einrichtungen wie das DRK-Zentrum längst mehr leisten als klassische Freizeitangebote. Sie fungieren als Schutzräume, bieten Beratung, Bildungsangebote und konkrete Hilfe im Alltag – bis hin zu verlässlichen Mahlzeiten. Gleichzeitig stehen viele dieser Angebote selbst unter Druck, etwa durch begrenzte finanzielle Mittel und unsichere Förderstrukturen.
Kreisgeschäftsführerin Bente Rohla betonte die Bedeutung des direkten Dialogs mit politischen Entscheidungsträgern. Nur so ließen sich tragfähige Lösungen entwickeln, um die soziale Infrastruktur langfristig zu sichern.
Cansu Özdemir (Hamburger Bundestagsabgeordnete) und Bente Rohla (Kreisgeschäftsführerin). Foto: DRK
Auch Zentrumsleiterin Marit Hofmann unterstrich die Rolle der Kinder- und Jugendarbeit: Sie sei keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine zentrale Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Besuch habe gezeigt, wie wichtig verlässliche Unterstützung für Einrichtungen vor Ort ist.
Özdemir nutzte den Termin, um Eindrücke aus erster Hand zu gewinnen und über politische Rahmenbedingungen zu sprechen. Einigkeit bestand darin, dass stabile Strukturen notwendig sind, damit Angebote für junge Menschen auch künftig bestehen können.
Das DRK-Zentrum Osdorfer Born hat einen Spendenaufruf im Internet gestartet, um Kindern im Osdorfer Born eine gesunde Mahlzeit nach der Schule im DRK-Treff „Spielhafen“ ermöglichen zu können. Obst, Snacks und gemeinsames Kochen stehen auf dem Speiseplan. Schon 250 € im Monat helfen, 20 Kinder zu versorgen. Von 17.000 Euro sind bereits über 12.000 zusammengekommen. Helfen Sie mit, das Ziel zu erreichen! Hier geht es zur Spendenaktion.





















