Rissen (11. Juli 2025, Konrad Matzen) · Ende Juli bis Anfang August haben die Rehe Brunftzeit. Deshalb sind sie in diesen Wochen wieder vermehrt unterwegs auf Partnerschaftssuche und können mitunter auch mitten am Tag ganz unverhofft auftauchen. Für Fußgänger und Radfahrer ist das eher erfreulich und interessant, für Autofahrer kann das schon problematisch werden. Deshalb ist auf den Straßen in Waldnähe wieder besondere Vorsicht geboten.
Das Reh, unsere kleinste heimische Hirschart, ist fast allen Menschen irgendwie bekannt. Leicht kann man die Tiere in freier Wildbahn antreffen, etwa beim Fahrradausflug oder einer kleinen Wanderung in der Rissen-Sülldorfer Feldmark. Und doch birgt es viele Geheimnisse: Im Winter sieht man es oft in größeren Rudeln auf den Weiden und Wiesen stehen, wenige Monate später trifft man die Tiere nur noch einzeln oder als Mutter-Kind-Gruppe an. Aus gutem Grund, der mit der besonderen Lebensweise zusammenhängt. Und warum werfen die männlichen Tiere, die Rehböcke, im Herbst ihr kleines Geweih ab? Wozu brauchen sie es überhaupt? Natürlich, wie alle Hirscharten, als Imponierorgan während der Brunftzeit. Rehe sind ausgesprochene Feinschmecker, mit sicherem Instinkt sammeln sie sie sich ihre Nahrung aus Gräsern und Kräutern, aber auch aus Triebspitzen und Knospen zusammen. Aber das führt auch zu Konflikten mit der Forstwirtschaft, die deshalb in den Tieren inzwischen fast so etwas wie „Waldschädlinge“ sieht. Im Wildgehege Klövensteen kann man die interessanten Tiere aus nächster Nähe kennenlernen. Am 20. Juli von 13 bis 16 Uhr sind die Mitglieder der Bezirksjägergruppe Altona dabei und informieren die Besucher an Ort und Stelle über das Rehwild und seine Lebensweise.
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Kostenfreier Vortrag über das Reh für Jung und Alt.
Erfahren Sie mehr über die Herkunft, Merkmale und Lebensweise der Rehe
Am 20.Juli 2025 zwischen 13 und 16 Uhr
Treffpunkt: Wildgehege Klövensteen, beim Rehwildgatter (Sandmoorweg 150)

