Emilia Grigorian ist im Hamburger Westen aufgewachsen und hat bereits im Kindesalter beim Rissener SV ihre ersten Fußballschritte gemacht. „Ich spiele seit über 20 Jahren Fußball – es ist einfach meine Leidenschaft“, erzählt sie. Mit 20 Jahren wechselte sie zu Komet Blankenese, wo sie als treffsichere Stürmerin schnell zur Leistungsträgerin wurde. Gleich zweimal in Folge wurde sie Torschützenkönigin ihrer Liga.
Seit dieser Saison trägt Grigorian das Trikot des FC St. Pauli. Bei den 2. Frauen hat sie bereits ihre ersten Einsätze erfolgreich absolviert und knüpft damit nahtlos an ihre starken Leistungen an. „Die Nominierung zur Spielerin des Jahres ist für mich eine riesige Ehre. Jetzt hoffe ich natürlich, dass viele Menschen für mich abstimmen“, so die Fußballerin.
Wer die Nachwuchshoffnung aus Rissen unterstützen möchte, kann auf der Website des HFV-Jahresempfangs www.hfv.de/jahresempfang-hfv-de abstimmen. Grigorian hofft auf viele Stimmen aus ihrer Heimat – und vielleicht auch auf den großen Titel beim HFV-Jahresempfang.
Emilia Grigorian aus Rissen im Interview
DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn hat die 27-Jährige Stürmerin gefragt: Was hat Sie dazu bewogen, zu St. Pauli zu wechseln?
Emilia Grigorian: Nachdem ich einige Jahre als Kapitänin bei Komet Blankenese gespielt habe und wir viele Höhen und Tiefen hatten (Abstieg aus der Landesliga in die Bezirksliga und dann der Meisterschaftssieg in der Bezirksliga und damit wieder der Aufstieg in die Landesliga), war ich in der letzten Saison 2024/2025 mit der Leistung der Mannschaft nicht mehr so zufrieden. Ich hatte den Wunsch eine Liga höher zu spielen (Oberliga) und habe mich dann bei den Mannschaften in meiner Nähe umgeschaut. Der FC St. Pauli war mein Favorit, da ich die Ideologie hinter dem Verein super finde und es ein Verein ist, in dem es möglicherweise weiter nach oben gehen kann für mich.
Was wollen Sie im Fußball erreichen?
Ich würde gerne erneut Torschützenkönigin werden, diesmal in der Oberliga. Aber ich weiß genau, dass es nicht leicht wird und ich mich sehr anstrengen muss, um dieses Ziel zu erreichen. Und wenn ich mich in der Oberliga beweisen kann, steht mir ja möglicherweise der Weg frei um noch eine Liga höher (Regionalliga) spielen zu können.
Was hat Ihnen die Zeit bei Komet Blankenese gegeben?
Meine Zeit bei Komet Blankenese war besetzt von Höhen und Tiefen, aber die Mannschaft war und ist geprägt von wundervollen Spielerinnen, sodass wir immer gestärkt ins nächste Spiel gegangen sind. Das hat mir gezeigt, dass man auch nach einem verlorenen Spiel mit einem guten Gefühl rausgehen kann. Als Kapitänin der Mannschaft habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, die Spielerinnen auf dem Feld zu unterstützen und auch taktisch zu leiten. In den vergangenen zwei Saisons stand der gesamte Verein hinter mir und hat gezeigt, dass die Errungenschaften, die ich erzielt habe nicht im Sande verlaufen, sondern geehrt wurden.
Gibt es außer Fußball noch andere Dinge, für die Sie sich begeistern können?
Neben dem Fußball studiere ich Bewegungs- und Sportwissenschaften im Master, da ich mich für die Theorie hinter Leistung und Sport interessiere. Ebenso probiere ich gerne andere Sportarten aus. Ich habe eine lange Zeit Volleyball sowie Beachvolleyball gespielt, bin gebouldert und Wakeboard gefahren. Ebenso engagiere ich mich für Nachhaltigkeit und bin freiwillige Helferin bei Viva con Agua (Spenden sammeln bei Konzerten und anderen Veranstaltungen). Ebenso rette ich Lebensmittel über die Organisation foodsharing und verteile sie weiter.

