Rissen (25. März 2026, Konrad Matzen) · Bei strahlendem Frühlingswetter ist in der lichtdurchfluteten Johanneskirche eine der höchsten Ehrungen der Nordkirche verliehen worden: Mit dem Ansgarkreuz wurden zwei Männer ausgezeichnet, die über viele Jahre das Gemeindeleben entscheidend geprägt haben.

Ein Gottesdienst, wie er feierlicher kaum hätte beginnen können: Am 22. März fiel warmes Sonnenlicht durch die Fenster der Johanneskirche, während sich zahlreiche Gemeindemitglieder versammelten, um einer besonderen Ehrung beizuwohnen. Propst Frie Bräsen verlieh das Ansgarkreuz an Karl Hähne und Jürgen Grünberg – die höchste Auszeichnung der Nordkirche für ehrenamtliches Engagement.

Die beiden Geehrten stehen exemplarisch für eine Form von Einsatz, die oft im Hintergrund geschieht, aber das Fundament kirchlicher Arbeit bildet. Über viele Jahre hinweg haben Hähne und Grünberg als Mitglieder des Kirchengemeinderates mit Verlässlichkeit, fachlicher Expertise und persönlicher Hingabe die Entwicklung der Johannesgemeinde vorangetrieben.

Besondere Bedeutung kam dabei dem sogenannten „Projekt Johanneskirche“ zu – der umfassenden Renovierung und Sanierung des Gotteshauses. Unter ihrer maßgeblichen Mitwirkung wurde aus einem in die Jahre gekommenen Gebäude ein moderner, heller und einladender Ort der Begegnung. Heute präsentiert sich die Kirche als offener Raum für alle Generationen, der sowohl spirituelle als auch gemeinschaftliche Bedürfnisse anspricht.

In seiner Ansprache würdigte Propst Bräsen nicht nur die fachliche Leistung, sondern auch die menschliche Dimension des Engagements. Es sei diese Kombination aus Kompetenz und Herzblut gewesen, die das Projekt zu einem Erfolg gemacht habe und die Gemeinde nachhaltig geprägt habe.

Der Dank beschränkte sich jedoch nicht allein auf die beiden Preisträger. Im Gottesdienst und beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus wurden auch die Menschen gewürdigt, die im Hintergrund zum Gelingen beigetragen haben: die Ehefrauen der Geehrten, die ihren Männern den Rücken freigehalten haben, sowie der Architekt Andreas Rowold und die Architektin des Kirchenkreises, Anke Held.

Die Verleihung des Ansgarkreuzes machte an diesem Tag deutlich, wie wichtig kontinuierliches ehrenamtliches Engagement für das kirchliche Leben ist. Es sind Persönlichkeiten wie Hähne und Grünberg, die mit Ausdauer und Verantwortung Strukturen schaffen, die weit über ihre eigene Amtszeit hinaus wirken.