Mit „Aus In Für Rissen – freiwillig engagieren“ ist im Hamburger Westen ein Netzwerk entstanden, das dem Ehrenamt vor Ort neuen Schwung geben soll. Hervorgegangen aus der sogenannten Rissener Runde, verfolgt die Initiative ein klares Ziel: Bewohner aus Rissen für freiwillige Arbeit zu gewinnen und sie gezielt mit Vereinen, sozialen Einrichtungen und Projekten im Stadtteil zu vernetzen.

Der Bedarf ist da, das zeigt nicht nur die Erfahrung vieler Organisationen, sondern auch ein allgemeiner Trend: Plattformen und Vermittlungsstellen für freiwilliges Engagement gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil Interessierte oft Orientierung suchen. Digitale Angebote wie Vermittlungsplattformen zeigen, dass Engagement heute flexibler und zugänglicher organisiert wird – lokal verankerte Initiativen wie in Rissen setzen genau hier an und bringen den persönlichen Kontakt zurück in den Mittelpunkt.

Viele Menschen möchten helfen, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen“, heißt es aus dem Kreis der Initiatoren. Genau diese Lücke will das Netzwerk schließen: durch Sichtbarkeit, niedrigschwellige Angebote und direkte Begegnungen.

Eine erste Gelegenheit dazu bietet sich beim Rissener Sommerfest am 27. Juni. Dort präsentiert sich die Initiative erstmals öffentlich. An mehreren Ständen können Besucher mit lokalen Akteuren ins Gespräch kommen, das Logo der Initiative dient dabei als sichtbares Zeichen der Vernetzung. Ein zentraler Informationsstand soll zusätzlich Orientierung bieten und konkrete Wege ins Engagement aufzeigen.

Im Herbst folgt der nächste Schritt: Am 17. September organisiert die Initiative eine Freiwilligenbörse in den Räumen der Rissener HASPA – eingebettet in die bundesweite Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Ziel ist es, Interessierte direkt mit Organisationen zusammenzubringen und so neue Verbindungen im Stadtteil zu schaffen.

Langfristig soll „Aus In Für Rissen“ mehr sein als eine einzelne Aktion. Geplant ist der Aufbau einer dauerhaften Plattform, die freiwilliges Engagement sichtbar macht, koordiniert und stärkt. Für den Stadtteil könnte das ein wichtiger Impuls sein – nicht nur für Vereine und Initiativen, sondern für das gesellschaftliche Miteinander insgesamt.