Sülldorf (24. März 2026, Konrad Matzen) · Seit Anfang März ist das Sülldorfer Storchenpaar wohlbehalten zu seinem Horst auf dem Geesthof zurückgekehrt und setzt damit die Erfolgsgeschichte eines lokalen Naturschutzprojekts fort.

Die Rückkehr der Weißstörche nach Sülldorf markiert einen weiteren Meilenstein für den Artenschutz im Hamburger Westen. Bereits vor fünf Jahren hatten engagierte Landwirte der Region gemeinsam einen Horstmast auf dem Geesthof errichtet – mit dem klaren Ziel, den zunehmend wandernden Störchen attraktive Nistmöglichkeiten zu bieten.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Jahr 2025 brütete erstmals ein Storchenpaar an diesem Standort und zog ein Jungtier erfolgreich auf. Für Ornithologen und Naturschützer ist dies ein deutliches Signal dafür, dass die Maßnahmen greifen.

Die Bedingungen in der Sülldorfer Feldmark gelten als ideal. Die überwiegend extensive Bewirtschaftung von Wiesen und Äckern sorgt für ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Kleintiere wie Frösche, Insekten und Mäuse finden sich hier in ausreichender Zahl – eine entscheidende Voraussetzung für die Ansiedlung der großen Zugvögel.

Parallel zum bereits besetzten Horst wurden zwei weitere Storchenmasten auf den Höfen benachbarter Landwirte errichtet. Diese stehen aktuell noch leer, doch Experten gehen davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern dürfte. Der Storchenbestand in Deutschland wächst seit geraumer Zeit kontinuierlich, sodass neue Brutplätze zunehmend gefragt sind.

Die Entwicklung in Sülldorf zeigt exemplarisch, wie lokale Initiativen und nachhaltige Landwirtschaft zum Erhalt bedrohter Arten beitragen können. Mit etwas Geduld könnte sich die Region in naher Zukunft zu einem festen Bestandteil der norddeutschen Storchenrouten entwickeln.