Frank Roebbelen, Foto: privat
Mit dem Wechsel an der Spitze der kaufmännischen Geschäftsführung stellt sich einer der prägenden privaten Theaterverbünde Hamburgs personell neu auf. Falk Röbbelen verantwortet künftig die wirtschaftliche Steuerung mehrerer bedeutender Bühnen, darunter das Altonaer Theater, die Hamburger Kammerspiele, das Harburger Theater sowie das LichtwarkTheater und den überregionalen Gastspielbetrieb.
Sein Vorgänger Dietrich Wersich, der die Gesellschaft 1995 gemeinsam mit Intendant Axel Schneider gegründet hatte, übergibt die Verantwortung planmäßig. Wersich war nach einem zwischenzeitlichen politischen Engagement – unter anderem als Hamburger Sozialsenator und aktiver CDU-Politiker – während der Corona-Pandemie zurückgekehrt und hatte die Geschäftsführung befristet übernommen. Künftig will er sich wieder stärker auf sein Mandat in der Hamburger Bürgerschaft konzentrieren.
„Ein Wechsel ist immer auch die Chance, frischen Wind in den Betrieb zu bringen“, erklärte Wersich zum Abschied. Zugleich betonte er die Notwendigkeit von Modernisierungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Theater langfristig zu sichern.
Auch Intendant Axel Schneider würdigte die jahrzehntelange Zusammenarbeit: Gemeinsam habe man die Häuser aufgebaut und durch wirtschaftlich wie gesellschaftlich bewegte Zeiten geführt. Mit Röbbelen sehe er nun „eine starke neue Unterstützung“, die sowohl unternehmerisches Verständnis als auch kulturelle Leidenschaft mitbringe.
Der neue Geschäftsführer selbst versteht seine Rolle ausdrücklich nicht nur betriebswirtschaftlich. Röbbelen, als Unternehmer tief in Hamburg verwurzelt, betont die Bedeutung der Menschen hinter den Kulissen: Kreativität brauche verlässliche Rahmenbedingungen, um sich entfalten zu können. Sein Ziel sei es, die Häuser nicht nur wirtschaftlich zu stabilisieren, sondern auch inhaltlich weiterzuentwickeln und insbesondere ein jüngeres Publikum für das Theater zu begeistern.
Die vier Bühnen des Verbunds stehen seit Jahren für eine Mischung aus Unterhaltung, gesellschaftlicher Reflexion und lokal verankerter Kulturarbeit. Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung verbindet sich nun die Erwartung, diese Tradition fortzuführen und zugleich neue Impulse für die Zukunft der Hamburger Theaterlandschaft zu setzen.






















