Nach Ansicht der Bezirksfraktionen bleiben gerade im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs zentrale Engpässe weiterhin ungelöst. Besonders die Situation an der S-Bahn Stellingen bereitet regelmäßig erhebliche Probleme. Bei Großveranstaltungen kommt es dort immer wieder zu Rückstaus, die sich bis in die Unterführung vor den Zugangstoren ausweiten. Besucherinnen und Besucher stehen teils über 20 Minuten an, bevor sie überhaupt den Bahnsteig erreichen. Aus Sicht der Altonaer Fraktionen von SPD, GRÜNE und CDU zeigt dies deutlich, dass die bisherigen organisatorischen und betrieblichen Maßnahmen nicht ausreichen, um eine verlässliche und sichere Abreise für die großen Menschenmengen zu gewährleisten.

Dazu Dennis Mielke, Abgeordneter der SPD-Fraktion Altona: „Wenn Zehntausende Menschen nach einem Konzert oder einem Bundesligaspiel zunächst in einer langen Schlange vor der S-Bahn-Station stehen, weil der Abtransport nicht Schritt hält, dann ist das kein Randproblem mehr – es ist ein strukturelles Defizit, das eine Musik- und Sportstadt wie Hamburg nicht länger hinnehmen sollte. Wir brauchen Verbesserungen beim Takt der S-Bahn und den verlässlichen Einsatz längerer Züge. Punktuelle Sonderzüge reichen dafür schlicht nicht aus. Die Bahn muss bei Veranstaltungen dichter und länger fahren, sonst bleiben die Menschen buchstäblich in der Unterführung stecken. Von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende erwarten wir jetzt deutlich mehr Tempo und konkrete Ergebnisse.“

Dazu Dana Vornhagen, Vorsitzende der Fraktion GRÜNE Altona: „Die Aussichten für die Mobilität an den Arenen mit der U5-Haltestelle und deren Weiterführung nach Osdorf sind gut - gut für die Menschen vor Ort, für die Anwohnenden, die Beschäftigten oder die Besuchenden von Veranstaltungen am Volkspark. Jede weitere Großveranstaltung zeigt jedoch: Es braucht jetzt Veränderungen! In der Stärkung des ÖPNV, sicheren Wegen für den Fuß- und Radverkehr sowie einem Kfz-Parkleitsystem sehen wir ein entlastendes Paket für die Situation vor Ort und bauen auf die Unterstützung der Stadt, um alles erfolgreich umzusetzen.“

 Dazu Tim Schmuckall, Abgeordneter der CDU-Fraktion Altona: „Wer nach einem Spiel oder Konzert in Hamburg unterwegs ist, muss sich darauf verlassen können, dass die Heimreise sicher und zügig funktioniert. Es reicht nicht, Probleme immer wieder zu benennen – wir brauchen endlich einen verbindlichen Maßnahmenplan mit klaren Zeitperspektiven. Gerade an der S-Bahn Stellingen zeigt sich, dass organisatorische Flickschusterei nicht mehr ausreicht. Die Menschen erwarten Verlässlichkeit, und die Stadt muss liefern. Für uns als CDU ist entscheidend: Mobilität rund um die Arenen darf nicht zum Dauerärgernis werden, sondern muss Teil einer funktionierenden Infrastruktur sein. Dazu gehört auch, dass die ticketlose Zufahrt zu den Parkplätzen mit einer einfachen Online-Bezahlfunktion schnellstens eingeführt wird – nur so vermeiden wir lange Schlangen bei der Ein- und Ausfahrt und sorgen für einen reibungslosen Verkehrsfluss.

Die Fraktionen von SPD, GRÜNE und CDU machen deutlich, dass ein verlässliches und leistungsfähiges Abreisekonzept nur dann gelingen kann, wenn auch die weiteren Bausteine konsequent vorangetrieben werden. Dazu gehören zügige Planungen für die Businfrastruktur im Umfeld der Arenen und ein verbindlicher Zeitplan für die Modernisierung des Parkleitsystems, das für eine geordnete Verkehrslenkung eine zentrale Rolle spielt. Auch die Frage, wie Besucherinnen- und Besucherströme künftig besser geführt werden können und welche kurzfristigen Entlastungsmöglichkeiten im ÖPNV sinnvoll sind, soll im Mobilitätsausschuss umfassend dargestellt werden.

Die Fraktionen erkennen an, dass einzelne Projekte im Zuge einer möglichen Olympia-Bewerbung erneut bewertet werden müssen. Aus ihrer Sicht darf dies jedoch nicht zu weiterem Stillstand führen. Die bestehenden Probleme treten bei nahezu jeder Großveranstaltung offen zutage und verlangen nach verlässlichen Lösungen. Die Bezirksfraktionen erwartet daher, dass die zuständige Behörde den Handlungsdruck ernst nimmt und zeitnah konkrete Schritte einleitet, um die wiederkehrenden Belastungen im Umfeld der Arenen nachhaltig zu reduzieren.